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Harmony Der dicke Zeigefinger

Dieses Thema im Forum "Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Hamburg" wurde erstellt von Elskhuga, 15. Januar 2017.

  1. Elskhuga

    Elskhuga Präfect

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    Der dicke Zeigefinger

    Winter im Norden 1

    Ich war übermütig. Ich war zu übermütig.

    Das Sturmtief Egon hatte ganz Deutschland Sturm und Schnee gebracht, nur der Landstrich, in dem sich mein kleines Gehöft in die Kuhlen einer sacht gewellten Moränenlandschaft duckt, war irgendwie verschont geblieben. Kein Sturm, kein Schnee. Okay… nicht so viel Schnee, dass es sich lohnen würde, die Auffahrt aufs Gehöft mit dem Schneeschieber freizukratzen.

    Ficken fahren wollte ich schon am Wochenende nach Egon, Artemis und Harmony standen als Location zur Auswahl. Im Artemis zwei meiner Lieblingshasis sicher am Start, aber Artemis am Samstag? Italienerschwemme, dicke Luft im Blauen Salon, und unter Umständen kriecht vielleicht noch die Artemisratte durchs Haus? Dann fällt mir auch noch die überflüssigerweise abgesperrte Panoramasauna draußen ein…

    Nein. Nicht nach Berlin. Dann schon lieber an die Seeve.

    Winter? Schnee?

    Wer spricht von Schnee?

    Kurz nach zwölf glüht der Heizölturbo vor. Bei strahlendem Sonnenschein mache ich mich auf den Weg.


    Winter im Norden 2

    Gegen eins lenke ich den entspannt brabbelnden Turbo von der A20 auf die A1. Wenig Verkehr, die Fahrbahn trocken. Um 14:12 Uhr, verkündet mein Navi, würde ich das Ziel erreichen. Mein Ziel: Seevetal, Ramelsloher Allee 120.

    Von Westen ziehen dunkle Wolken heran. Schnee und Graupel rieseln plötzlich auf die Bahn. Die dünne Fahrzeugkarawane kommt ins Stocken. Weiter vorn blinken Warnblinklichter. Ein Bullentaxi, das ich erst vor ein paar Minuten überholt hab, heizt plötzlich mit Blaulicht vorbei.

    Mir schwant Übles. Die Fahrbahn glatt vom Graupel, sicher ein frischer Unfall, denke ich mir, aber mit Glück komme ich vielleicht noch vorbei.

    So scheint es auch. Die Karawane stoppt, dann geht es auf der linken Spur langsam vorwärts. Reißverschluss, § 7 Abs. 4 StVO: ich lasse zwei Fahrzeuge vor mir auf die letzten Spur, auf der es noch rollt, einfädeln.

    Wieder stockt die Karawane, wieder setzt sie sich in Bewegung. Rechts Blaulicht: das Bullentaxi. Ein Polizist hält die Karawane an, genau einen Wagen vor mir. Die Fahrerin öffnet das Fenster, spricht mit dem Beamten. Dann stellt sie den Motor aus.


    Der dicke Zeigefinger 1

    Irgendwann wird mir klar: Das ist ein Zeichen. Ein Zeichen des Dicken mit dem Rauschebart. Sein ganz speziell für mich drohend erhobener Zeigefinger.

    Wie oft hab ich im vergangenen Jahr über die A1 geflucht, wenn ich ins Harmony wollte? Wie oft hab ich im Stau vor Stillhorn gestanden, wie oft hat mich das Navi durch die Stadt statt über die Autobahn geschickt?

    Bin ich im letzten Jahr überhaupt einmal problemlos an die Seeve gekommen?

    Wenn ich es recht überlege: Nein. Kein einziges Mal.

    Das waren Zeichen des Dicken. Das heute hier ist ein Zeichen des Dicken.
    „Fahr nicht ins Harmony!“,

    will er mir sagen.

    Ich hab genug Zeit, nachzudenken.

    Nein, ich fahr nicht mehr ins Harmony. Ich programmiere das Navi auf Heimfahrt. Zurück aufs Gehöft. Wenn ich denn irgendwann weiterfahren darf.


    Der dicke Zeigefinger 2

    Der Polizist klopft an die Scheibe des Wagens vor mir. Die Fahrerin, eine nicht unattraktive, schlanke Blondierte in den Dreißigern, öffnet das Fenster. Die beiden wechseln ein paar Worte, dann kommt der Polizist zu mir.
    „Der Winterdienst dreht noch eine zweite Runde.“
    „Okay…“
    „Das halten Sie jetzt auch noch aus. Vorher geben wir nicht frei, es ist viel zu glatt.“
    „Das glaub ich gern. Sagen Sie, ist die A21 tatsächlich auch dicht?“
    „Ich denke schon. Unfall, vermutlich der gleiche Hagelschauer.“
    „Alles klar. Danke!“

    Hm. Ich bin mir nicht sicher, ob das auch ein Zeichen des Dicken ist. Über die A1 kann ich definitiv nicht zurück, THW und Feuerwehr haben das Blechknäuel auf der Fahrbahn der Gegenrichtung noch lange nicht entwirrt. Ich müsste die A21 ein Stück nach Norden fahren, und dann ein Stück quer über Land zurück auf die A1, aber die A21 ist ebenso dicht wie die A1. Über die 404 hingegen nach Süden zur A24 und dann über die A14 heimwärts wäre ein übler Umbogen…

    Doch, das muss ein Zeichen des Dicken sein.

    Ich bin sicher, Er wird mir dieses eine, dieses eine letzte Mal im Harmony nicht übelnehmen. Und ich werde eine Kerze anzünden und Ihm danken, dass Er mich nicht direkt in die Karambolage geschickt hat. Ein, zwei Minuten früher nur…
    „Sie haben Ihr Ziel erreicht!“

    Ich schaue auf die Uhr: 20:07 Uhr.

    [Fortsetzung folgt]​
     
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  2. Hobbymoderator

    Hobbymoderator Volkstribun

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    Also ich hatte eigentlich noch nie Stau Richtung Harmony;). Und das bei 200 Besuchen:D. Irgendwas machst Du falsch :rolleyes:.
     
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  3. Elskhuga

    Elskhuga Präfect

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    Unbestritten. Die Frage ist nur: Was mache ich falsch...?

    Aber weiter im Text.


    Priorität 1

    Normalerweise würde ich mir nach den üblichen Prälimarien erst einmal einen Kaffee holen und das Lineup mustern. Normalerweise… Aber was ist heute normal?

    Ich hab Mörderhunger. Geplant war ein gemütliches zweites, spätes Frühstück im Harmony. Aber, wie das nun mal so ist mit den Plänen... Gegessen hab ich seit dem Frühstück nur etwas Süßkram, den ich per Zufall noch im Auto hatte.

    Keine Dusche, kein Kaffee. Kalorien haben erste Priorität.

    Ich nehme mir Hähnchenschenkel und Salat dazu. Während ich meine Mahlzeit mehr verschlinge als esse, tappen ein paar Frauen vorbei. Eine von ihnen, schlank, braungebrannt, handtuchumwickelt, knipst ihr Lächeln an, als sie mich erspäht. Hey…! Für sie lass ich jedes Essen dieser Welt stehen.
    „Szczęśliwego Nowego Roku!“

    Ich hab mich richtig entschieden, nicht zurück nach Hause zu fahren. Der Abend wird gut.


    Priorität 2

    Am Tresen, ein paar Minuten später, schalte ich selbst mein Lächeln an. Der Trick funktioniert, ich komm sofort dran.
    „Machst Du mir einen Milchkaffee?“
    „Schon wieder Kaffee…“

    Ich weiß, dass meine Lieblingsbarista die Espressomaschine hasst wie die Pest. Rein vorsorglich halte ich mir die Ohren zu. Manchmal klopft sie den Siebträger nämlich sehr, sehr laut aus…

    Meine Lieblingsbarista schmunzelt.
    „Stell Dir vor: Neulich hat sich ein Gast an einem Abend zwölf Kaffee geholt. Zwölf!“

    Na, für mich tut es einer. Fürs erste. Der letzte wird es aber nicht bleiben, denn das Gebräu ist einfach viel zu lecker. Am anderen Ende des Tresens suche ich mir einen Stehplatz. Gesessen hab ich heute schließlich schon genug.


    Priorität 3

    Endlich hab ich Gelegenheit, mir das Lineup näher anzusehen.

    Zwei Grazien, eine dunkelhaarige mit üppig Babyspeck und eine größere blondierte, meine ich aus dem Arte zu kennen. Mal sicher deutsche Frauen, und ganz sicher nichts für mich. Ada mit den dunklen Locken und den süßen Tittchen hat sich auf ein Zigarettchen am Tresen niedergelassen. Puffoma Romy, die unvermeidliche, streunt auf der Suche nach Beute durchs Gebäude.

    Ein schlankes dunkelhaariges Reh nähert sich…
    „Wie heißt Du?“

    Ihr Blick wandert zwischen dem Kollegen, der neben mir steht, und mir hin und her. Wer von uns beiden ist gemeint? Der Kollege schaltet zuerst.
    „Paul!“

    Sie nickt, dann schaut sie mich an.
    „Und Du?“
    „Ich? Wenn Du mich so fragst… Paul.“
    „Wirklich?“
    „Na klar. Und wie heißt Du?“

    Die schlanke dunkelhaarige grinst uns an.
    „Paulina.“

    Damit hat sie die Lacher auf ihrer Seite. Ich setze sie mal auf die Liste. Kann man machen. Kann man machen, aber erst einmal…

    Ich komme mit dem Kollegen ins Gespräch. Der Kollege scheint Stammgast und Auskenner zu sein, den frag ich gleich mal.
    „Hast Du Daniela heute schon gesehen?“
    „Die ist da, aber gerade auf Zimmer, glaub ich.“
    „Okay. Ich hab Zeit.“
    „Statt Daniela: dreh Dich lieber mal um!“
    „Wieso?“
    „Martha passt genau auf, was Du machst.“

    Ich dreh mich nicht um, begrüsst hab ich Martha ja schon. Aber gut zu wissen, dass sie mich offenbar heute auf ihrer Liste ganz weit oben hat.


    Priorität 4

    Mit einem zweiten Kaffee verhole ich mich in die schmale Abseite neben der Bar. Martha hockt dort auf einer Couch und strahlt mich an. Fürs erste zwinkere ich ihr zu, suche mir aber einen Platz etwas entfernt. Noch hab ich die Anfahrt nicht komplett verdaut.

    Ein Kollege setzt sich zu ihr. Auch gut, soll sie ruhig noch ein Zimmer machen. Lange bleibt der Kollege nicht bei ihr… hat er sie nun gebucht oder nicht?

    Martha beantwortet die Frage selbst. Sie steht auf, zurrt ihr Handtuch fest und geht die paar Schritte.
    „Du warst lange nicht hier…“


    Martha

    Sie kriecht nicht in mich hinein, wie es dereinst eine ihrer Kolleginnen mit schöner Regelmäßigkeit tat. Sie kriecht nicht in mich hinein, aber sie kuschelt sich an, schmiegt sich an, sucht meine Nähe und spendet ihre. Ich spüre die warme Haut ihrer Wange an meiner. Ihre Hände wandern über meine Brust und provozieren Gänsehaut. Meine Hand wandert auch und…
    „Hm… Gęsia skórka!“
    „Das Wort hast Du Dir gemerkt?“

    Mädchen, kochanie, ich kenne das Wort länger, als ich Dich kenne :confused:.

    Allmählich fällt die Anspannung von mir. Martha macht, dass ich endlich ankomme im Laden.


    Sex 1

    Dank Martha war ich angekommen im Laden. Trotzdem war ich mir nicht sicher, ob ich funktionieren würde.

    Sie startet ihr Verwöhnprogramm. Letzte Zweifel, ob ich funktionieren würde, verfliegen schnell. Ich funktioniere, und wie!

    Ihr Blowjob ist etwas ganz Besonderes. Es ist nicht einfach ein Blowjob, es ist ein umfassendes Verwöhnprogramm für mein Vergnügungszentrum. Meine Hände, mein Mund wandern derweil über ihre Seiten, ihren Rücken, ihren Po. Ich hab nicht das Gefühl, dass ihr das unangenehm ist. Wir wechseln keine Worte, wir müssen nicht reden… Nur einmal, als sie meine Eichel besonders tricky verwöhnt, entfährt mir
    „Herr im Himmel!“

    Sie hält inne, schaut mich an.
    „Was ist? Nicht gut?“
    „Alles gut. Mach weiter, bitte.“

    Ich halte das zwei Runden lang durch, dann bejahe ich ihre Frage nach dem Gummi. Zu meinem großen Erstaunen stehe ich im Dreistellungskampf länger meinen Mann, als ich das angesichts der intensiven Vorarbeit erwarten durfte. Ausritt, Mission, Doggy. Sie bockt sich im Doggy extra so auf, dass ich uns im Spiegel bewundern kann. Was für ein Paar… :D

    Wir sind zwar vermutlich knapp mit der Zeit, aber sie gönnt mir noch ein paar Minuten Nachkuscheln. Sympathiebonus, Kundenbindung, was weiß ich.

    Sie ist eine von den Guten.

    Und weil sie eine von den Guten ist, rechnen wir am Wertfach fair ab.

    [Fortsetzung folgt]​
     
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  4. Royalist

    Royalist Optio

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    Ganz einfach: Du ziehst nicht um! ;)

    Ja, so macht sie das. :D Es gibt bestimmt eine Organisation, die einen Preis für das beste Direktmarketing verleiht. Man sollte diesen Leuten mal einen Tipp geben, wer eine würdige Preisträgerin wäre :rolleyes:.

    Gruß
    R.
     
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  5. Elskhuga

    Elskhuga Präfect

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    Martha käme in die engere Wahl, fürwahr. Aber hinter den sieben Bergen, bei den sieben Zwergen... :D

    Doch weiter im Text.


    Pause

    Pause. Jetzt brauch ich Pause.

    Im Puff ganz gut Betrieb. Italiener, die das Artemis regelmäßig fluten und mir häufig unerträglich machen, sind hier eher knapp. Skandinavier, auch das keine neue Erkenntnis, stellen aber eine ähnliche Landplage dar. Einer von denen unterhält minutenlang die Umkleide mit seinem Telefongeschrei :mad:. Eine Däne, ein Finne, was weiß ich: wieso geben so viele von uns Freiern ihre Kinderstube am Eingang ab? Das gleiche könnte ich den Trupp Türken fragen, der laute Fröhlichkeit in der Umkleide verbreitet und den Puffbesuch mit Selfies vor dem Waschbeckenspiegel dokumentiert. Dürfte ich mal bitte, ich würde gern… Und: Nein, ich will nicht mit aufs Foto :mad:!

    Auch vor dem Puff Aufregung: eine Horde wild kostümierter Herren erheischt Einlass und wird von der Security abgewiesen.
    „Vielleicht Sternsinger?“

    Ich muss lachen.
    „Mann, der Dreikönigstag war letzte Woche. Und bei den Orthodoxen ist gerade erst Weihnachten.“


    Priorität 5

    Daniela ist trotz orthodoxem Weihnachtsfest im Haus. Sie hätte ich heute gern als Nummer 2.

    Trotzdem: Sollte ich sie nicht erwischen, immerhin hat sie ja gleich Feierabend… welche Optionen hätte ich?

    Helena hat gut zu tun, dürfte mich heute aber ignorieren, denn ich war ja mit Martha oben. Drei Silberdollar gegen einen alten Hut… man kennt das ja. Also, sie hat das sicher mitgeschnitten. Ihre Ziehtochter Alexa trägt ihre edlen Tittchen spazieren und macht, dass mir der Zahn tropft. Dann ist da noch Gina, ein munteres, kleines Persönchen. Eine deutsche Frau, vermutlich, aber mit ihr könnte es funktionieren, ich hab ein gutes Gefühl.

    Mir wird nicht langweilig, die Zeit rinnt, zwischendurch gönne ich mir ein Stück Pizza, ich hätte auch frische Pasta oder Reis haben können… der Caterer hat das Nachtmahl schon geliefert.

    Es ist jetzt Rushhour im Laden, dennoch verläuft sich der Andrang irgendwie. Die Frauen der Frühschicht machen ihre letzten Zimmer. Wenn ich Daniela noch erwischen will, sollte ich bald aktiv werden.


    Daniela

    Ich dreh eine Runde auf der Suche nach ihr. Die Couch am Gang, auf der sie vorhin mit ein paar Kolleginnen getratscht hatte, ist verwaist. Ich geh weiter, Fußballzimmer, Fernsehraum… Daniela kommt mir im Gang entgegen, handtuchumwickelt, schaut mich aber nicht an, drückt sich an mir vorbei.

    Okay… dann macht sie sicher gerade Feierabend.

    Ich dreh um und begebe mich auf den Rückweg. Daniela, ein paar Schritte vor mir, wirft einen Blick ins Kino.

    Hm… ist sie doch noch im Dienst? Ich tappe ihr gemütlich hinterher. Daniela schaut in die Abseite neben der Bar, macht auf dem Hacken kehrt, will sich wieder an mir vorbeidrücken. So nicht, Fräulein… :cool:

    Ich leg ihr den Arm um die Taille, als sie an mir vorbeiwill.
    „Hast Du Zeit für mich?“

    Ich schau in ihr frisches, unbekümmertes Gesicht, seh ihr spitzbübisches Lächeln.
    „Möchtest Du mit mir auf Zimmer gehen?“

    Ja, ich will.


    Sex 2

    Wir entblättern uns. Sie schaut mich prüfend an.
    „Waren wir schon mal auf Zimmer?“
    „Ja, im Sommer.“
    „Entschuldigung, aber ich erinnere mich nicht an Deinen Namen.“
    „Kein Problem.“

    Schon knieen wir voreinander auf dem Bett.
    „Du gehst ja jeden Tag mit zwei oder drei Männern auf Zimmer…“

    Mein Versuch, ironisch zu wirken, verpufft. Das Gespräch führen wir auf Englisch. Sie schaut leicht empört.
    „Mit zwei oder drei? Nein, ich…“

    Schnell lege ich den Zeigefinger quer über ihre Lippen. Ich will das gar nicht wissen. Behalt es für Dich. Behalt es für Dich, und lass uns Sex haben.

    Sie küsst mich, ein paar Mal, dann arbeitet sie sich an mir herunter. Blowjob. Ihr Blowjob ist mit dem Marthas nicht zu vergleichen, aber er ist dennoch schön und geil. Wir wechseln in die Horizontale. Fortsetzung. Wie im Sommer wechselt sie beständig ihre Stellung beim Blasen…

    Ich lass meine Hände wandern, aber ich finde den Draht zu ihr nicht wieder, den ich beim letzten Mal in den Händen hatte. Egal. Ich muss mich heute kein zweites Mal verlieben, mir reicht jetzt auch schöner, geiler Sex.

    Den bekomme ich. Nach dem Blowjob gummiert sie und steigt auf. Sie reitet wild und heftig. Mehrere Male bremst sie mich just in dem Moment aus, in dem ich kurz vor der Klippe stehe.
    „Hey, Du bist so voller Energie…“
    „Ich? Nein, ich bin müde. Meine Beine tun weh.“

    Wenn sie wirklich müde ist - und sie hätte nach gut elf Stunden Schicht allen Grund dazu - dann überspielt sie das gekonnt. Aber wenn ihr die Muskeln in den Schenkeln brennen…
    „Dann lass mich jetzt arbeiten.“

    Ich ficke sie ausgiebig im Doggy, merke aber, dass ich in der Zeit keinesfalls über die Klippe kommen werde. Ich stöpsele aus. Kein Problem. Noch bisschen kuscheln, und dann Feierabend für sie und mich.
    „Soll ich mit dem Mund?“

    Auch gut. Von mir aus verdien Dir das Extra.

    Mit kombiniertem Hand-Mund-Betrieb bekommt sie mich tatsächlich schnell über die Klippe. Ihre wehenden Haare verdecken mir die Aussicht. Ich bin mir nicht sicher, ob ich den ersten Schuss der Ladung in ihrem Mund platziert hab oder nicht. Ich kenne Frauen, die würden ohne mit der Wimper zu zucken das Extra berechnen…

    Daniela ist eine von den Guten.

    Und weil sie eine von den guten ist, rechnen wir am Wertfach fair ab.


    Priorität 6

    Es geht auf eins. Der lange Tag steckt mir doch mehr in den Knochen, als ich dachte.

    Jetzt gibt es nur noch eine letzte Priorität: Zurück aufs Gehöft!


    Winter im Norden 3

    Ich bin nicht übermütig, ich bin vorsichtig. Die Bilder vom Blechknäuel am Nachmittag, den Hubschraubern, den Kranken- und dem Leichenwagen, sind noch zu frisch. Schneematsch und Schneetreiben im Hamburger Raum, die A1 nach Norden zu hingegen frei und gut befahrbar. Ums Kreuz Rostock herum Schnee auf der Fahrbahn, der Winterdienst beginnt gerade damit, die Kurven im Kreuz freizuschieben.

    Egal. Ich brauch eine halbe Stunde länger als sonst, aber das ist kein Problem. Zwei schöne Nummern hatte ich, ein prima Abschied vom Harmony. Ich verträum die ganze lange Fahrt.


    Der dicke Zeigefinger 3

    Ich werde nicht vergessen, eine Kerze anzuzünden, und ich weiß auch schon, wo ich mich bei Ihm bedanken werde. Es wird in einer ganz besonderen Kirche sein. Ich werde in die brennende Kerze schauen, und ich werde meine Sinne öffnen. Vielleicht sendet Er mir eine Botschaft.

    Dieses Mal kann nicht das letzte Mal im Harmony gewesen sein, dafür war es einfach viel zu schön. Und: Er kann nicht wirklich wollen, dass ich Martha nicht wiedersehen soll, oder?


    [Ende]​
     
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  6. Royalist

    Royalist Optio

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    Danke für die - wie immer stimmungsvolle - Reportage. Mit Daniela kann ich noch immer kein Gesicht verbinden, ich muss dran denken, bei Gelegenheit mal nachzufragen, wer sie ist.

    Gruß
    R.
     
  7. Hobbymoderator

    Hobbymoderator Volkstribun

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    Beim nächsten Mal übernachtest Du bei mir und fährst antizyklisch abends Richtung xxxxxxxxx (me at home):cool:. Nächsten Tag fahren wir dann ganz gemütlich Richtung Harmony. Und Du dann abends Richtung eigenes Gehöft;).
     
  8. Elskhuga

    Elskhuga Präfect

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    :cool:
    Um Himmels Willen...
    Ich weiß doch, wie das endet: Zwei alte Herren trinken Glengoyne, rauchen Montecristo, erzählen sich Geschichten aus der guten alten Zeit mit Jenna und Fatima...
    ... und sind am nächsten Morgen viel zu verkatert, um in den Puff zu fahren :cool:
     
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Sextreffen-sofort

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