Artemis ĐİĘ 16 − ĴÅĦŖĒŜ PAŖŦ¥

Dieses Thema im Forum "Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen, Berlin" wurde erstellt von Der Pharao, 3. Oktober 2021.

  1. Der Pharao

    Der Pharao Volkstribun

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    Salve liebe Forenkollegen, meine sehr verehrten Damen und Herren, werte Leserinnen & Leser, geschätzte Interessierte und Gäste -
    heute, zunächst ein etwas „kürzerer“ Bericht des vergangenen Ehrentages am Samstag und seinem Folgetag geschuldet, dann, zeitlich ein wenig versetzt, der versprochene und zugesagte „Großbericht“, welcher der vielleicht Persönlichste seiner Art wird.
    Ich bedanke mich sehr herzlich für das Interesse und wünsche viel Spaß bei der Lektüre.

    ______________________________________________________________________________________

    ĐİĘ 16 − ĴÅĦŖĒŜ PAŖŦ¥



    Prolog

    Wir schreiben Freitag, den 01 | 10 | 2021 und ein besonderer Anlass frohlockt aus den Gefilden des FKK Artemis, welches seinen 16. Geburtstag im großen Stile zelebrieren möchte.
    Sechzehn Jahre sind vergangen, seit jener Hort der Erotik seine Pforten geöffnet hatte, ein knappes Jahr später sollte ich zum ersten Mal meinen Fuß über jene Schwelle setzen, welche in späteren Jahren zu meinem zweiten Wohnzimmer mutierte.
    Sechzehn Jahre, eine fast biblisch anmutende Zeit, in der wir alle an Alter gewannen, reiften, erwachsener und verwurzelter wurden, sich die Sichtweisen wandelten, wir in Puncto Erfahrungsschatz neue Horizonte erschlossen, wir unsere eigenen Geschichten schrieben, manche Ära begann und eine andere dafür endete.

    Auf keinen Fall sollten all die vergessen werden, die heute nicht mehr in unserer Mitte wandeln können, die viel zu früh von dieser Welt genommen wurden und deren Verlust manch offene Wunde hinterlassen hatte.
    Ekki, den ich noch kennenlernen durfte, der Gentleman – Manager des Clubs und ein Unikat in jedweder Hinsicht, Birgit, Bea, Ali und viele andere.
    Aber auch Walther, die Gästelegende des Artemis, quasi von Tag 1 an ein fester Bestandteil des Saunaclubs und ein Gesicht, welches jedem Gast, der öfter als einmal im Monat zu Besuch war, vertraut und bekannt gewesen sein dürfte.

    Innerhalb des Gästezirkels entwickelten sich flüchtige Begegnungen zu Bekanntschaften, die zu Freundschaften wurden und die auch außerhalb der Mauern des Artemis Bestand hatten und an Festigkeit und Intensität gewannen.
    Geschätzte Begleiter auf dem eigenen Wege des Lebens, welche man wohl ohne die Stätte von Kenan und Haki niemals in freier Wildbahn getroffen und angesprochen hätte.
    Ein Ort, der verbindet, der Gleichgesinnte zusammenbringt, die, die nach Ablenkung lechzen, die aus den tristen Grautönen des Alltags ausbrechen möchten, um bei Wellness und knisternder Erotik die Last der Sorgen der Irdischen für einige wenige kostbare Stunden gegen die Vorzüge von Entspannung und Hingabe einzutauschen.
    Eine Oase der Begegnung, der Kommunikation, die Generationen verbindet, die Kulturen vergessen lässt und wo auch der religiöse Aspekt nur eine untergeordnete Rolle einnimmt.
    Frei von Statussymbolen, ohne teure italienische Maßanzüge, nur mit der eigenen, nackenden Haut in der Sauna schwitzend, verschwimmen Klassenunterschiede und finanzielle Situierungen, man besinnt sich der Einfachheit und Freude des Daseins und kultiviert sein „Hobby“ mit Menschen, welche oft die gleiche Einstellung und Motivation teilen.

    Ich habe in den vielen Jahren unzählige Damen begrüßen und kennenlernen dürfen, unmöglich, hier alle namentlich zu erwähnen, viele sind mir noch heute in guter Erinnerung und es fühlt sich an, als wäre es gestern gewesen, als man mit ihnen gescherzt und gelacht hat, manch skurrile Ankedote erlebte und all dies in die Chroniken der Erinnerung eintauchte.
    Gedanken, konserviert für die Ewigkeit als Mahnmal schönster Ereignisse, in Stunden voller Freude, Enthusiasmus, Ausgelassenheit und Unterhaltung.
    Erotik, welche mitunter Venus in ihrem Garten vor Neide erblassen ließ, wahre Hochzeitsnächte, Overnight – Sessions und Morgenstunden, in denen man kaum noch stehend, aber von Glück berauscht und getragen, sich die wenigen Schritte zum eigenen Wagen schleppte, in der Realität angekommen, das Erlebte im Kopf reanimierend.

    Damen, die dazu beitrugen – und natürlich immer noch dazu beitragen, dass all das, was ich versuche hier in Schriftform darzulegen, keine Selbstverständlichkeit ist und man dies über alle Maßen wertschätzen sollte.
    Vielen Dank für jede Begegnung, für jede kleine Form der Wertschätzung, für jeden Witz, jedes Gespräch, ein jedes Lächeln, jeden gutgemeinten Ratschlag, für jede konstruktive Kritik, für jede Variation an Ehrlichkeit, für jede geschenkte Illusion.
    Ein besonderes Dankeschön auch dafür, dass man teils auch hinter die Masken der Damen blicken durfte, es gestattet war, den „echten“ Menschen kennenzulernen, seine Emotionen zu verstehen, seine Wurzeln und Gedanken, Tage mit Höhen und Tiefen, keine Roboter, die streng nach Dienst „funktionieren.“

    Aber auch ein maßgebliches DANKESCHÖN an die Geschäftsführung, die immer nahbar und bodenständig agiert, einem stetig das Gefühl gibt, sich auf Augenhöhe zu begegnen, die ein offenes Ohr hat, mit einem sauniert, sich Zeit nimmt und die nicht zu unterschätzende Gästepflege mit Humor und Empathie bewältigt.
    Gleiches gilt ohne Zweifel für den gesamten Personalkader, ohne welchen ein Besuch so niemals funktionieren würde. Fleißige Hände, oft im Hintergrund wuselnd, die nicht immer die Beachtung erhalten, welche sie eigentlich verdient hätten.
    Auch wenn es selbstverständlich sein sollte und auch Anspruch des Clubs ist, ein hygienisch unbedenkliches und sicheres Haus zu betreten, an dem sich Damen und Gäste aller Herren Länder auf intimste Weise begegnen, so sollte doch auch klar sein, dass dies in Gewerke übergreifender Sicht von Reinigung bis Küche und Security eine enorme Organisation und Kraftanstrengung benötigt, damit wir all dies so vorfinden wie gewohnt, wie bekannt – wie vertraut.

    Begleitet mich gern, insofern ihr möchtet, in den folgenden Festtag und ich beende den Prolog und ergehe in den media pars, den Mittelteil meiner Schilderungen, …


    ***​

    Freitagfrüh, im Hause "Pharao" …

    Es fühlt sich befremdlich an, an diesem Wochentag in Richtung Berlin aufzubrechen, nachdem doch seit gefühlt vier Jahren der Sonnabend als „neuer“ Hauptclubtag von unserer Stammgastgruppe auserkoren und bestätigt wurde.
    Viele aus unserer Mitte hatten erhebliche Probleme, diesen Tag überhaupt in arbeitstechnischer Hinsicht freizuschaufeln und auch bei meiner Wenigkeit bedurfte es ein Vielfaches an organisatorischer Umstrukturierung und Planung.

    Ich bin nicht sicher, wann ich zuletzt an einem Freitag im Artemis weilte, es dürfte im Jahre 2012 gewesen sein, also entsprechend eine wirkliche Ausnahme.
    Eine Nachricht via Handy ereilt mich, ein Clubbruder bekommt nicht frei und wird erst gegen 18 oder 19 Uhr dazustoßen, von Stau verschonte Straßen und andere ausbleibende Widrigkeiten ausgeschlossen.
    Ein Weiterer ist bereits hellwach und in großer Vorfreude auf Kommendes, ich muss Schmunzeln, als ich seinen Text lese und spüre diese kindliche Euphorie auch über das matt beleuchtete Display.
    Ich selbst vermag mich diesbezüglich nicht auszuschließen, auch ich bin gespannt auf das, was folgen sollte und freue mich auf das Wiedersehen mit vertrauten Kollegen, aber auch mit jenen, welche man schon längere Zeit mangels gemeinsam unbelegten Zeitfensters nicht mehr in Echtzeit begrüßen durfte.

    Entgegen der sonstigen Tage, wo die Ladys im Evakostüm durch die heiligen Hallen lustwandeln, sollte heute ein gewisser Dresscode vorherrschen, Abendgarderobe, Kleider, gehobene Etikette.
    Gedanklich male ich mich mir aus, wie wohl so manche Grazie outfit – technisch anmuten könnte, ein krasser Kontrast zu „dem“, wie man sie bisher im Gedächtnis gespeichert hatte.
    Leider ändert sich für uns Gäste thematisch bezogen des Clubdresses gar nichts, eigentlich schade, wäre es doch auch einmal toll, dürften wir ebenfalls dem Anlass geschuldet, in angemessener Kleidung durch die Lounge flanieren.
    Mit Sicherheit würde dies ein gelungenes Bild ergeben, wunderschöne Damen und Gentleman in Anzügen und Krawatte, wie auf einer Cocktailparty in einer Penthouse – Suite in Manhattan, mit einem Gläschen Schampus in der Hand bei launiger Musik und schmeichelnder Beleuchtung.
    So aber, beschämen einen die gestylten Ladys doch enorm in ihrer Eleganz, während die „Gäste-Elite“ in den weinroten oder grauen Togen wie an völlig normalen Besuchstagen umher geistert.

    Sei es drum, eventuell wird sich dies eines Tages bei einem späteren Event noch ändern, könnte man doch da auch gewisse Einschränkungen vornehmen, was das Betreten des Wellnessbereiches in „Straßenkleidung“ untersagt oder generell erst ab einer gewissen Uhrzeit gutheißt.

    Ein Blick in den Spiegel signalisiert mir deutlich, dass es Zeit wird, mich in einen vorzeigbaren Menschen zu transformieren.
    Sarai, welche miauend neben mir im Bad auftauchte, springt auf meine Sitzgelegenheit an der Badewanne und mustert mich kritisch.

    „Ich weiß, ...“ - richte ich an sie - „Sag nichts.“ - ergänzend.

    Etwas später …

    Ein weiterer Kollege meldet mir via Email seine Abfahrt und fragt mich, ob ich ein Hotel empfehlen könne, in welchem man notfalls nach der Party noch „absteigen“ könnte, sollte der Rausch der Nacht in ein uferloses Gelage umschlagen, welches eine zweistündige Heimreise ad absurdum führen würde.
    Ich denke darüber nach, auch meine Person betreffend, beschließe aber, zunächst keine Reservierung vorzunehmen.
    Im Jahre 2019, wo ich noch stetig und ständig über unzählige Stunden bis 4. 45 Uhr auf Zimmer weilte und teilweise der letzte Gast war, der das Artemis verließ, hatte mir gezeigt, dass eine erzwungene Rückfahrt nicht immer ohne größere Blessuren oder etwaigen Sekundenschlaf daherkam.

    „... wenn wir ein Zimmer nehmen, Freitagnacht, können wir auch Samstag nochmal in den Club.“ - lese ich auf dem Mobilfunkgerät, wo der Kollege seine Email noch mit einer Reihe an lachenden Emojis ergänzt hatte.
    Kopfschüttelnd, mit einem leichten Lächeln, lege ich das Telefon wieder an die Steckdose und schlüpfe aus meinem Hausbademantel in die erfrischende Dusche.

    Auf der Strecke gen Berlin …

    Auch verkehrstechnisch macht sich deutlich bemerkbar, dass ich diesmal an einem Werktag auf dem Asphalt hantiere.
    Die Nachrichtensprecherin überschlägt sich beinahe in der Aufzählung von Staus und Unfällen, an jeder größeren Autobahn kommt es zu Behinderungen und Wartezeiten, vor mir leuchten Bremslichter und ein schier nicht enden wollender Schwall an LKW´s ergießt sich aus der Abfahrt „Thiendorf“ kommend auf die Schnellstrecke gen deutsche Hauptstadt.

    Ich erleide einen Schreckmoment, als ich mich in der Annahme wähne, meine Brieftasche noch zuhause auf der Ablage zu wissen, vergewissere mich prüfend und beruhige mich umgehend.
    Einmal, anno 2018, passierte mir dies tatsächlich, allerdings bemerkte ich meinen Fauxpas leider erst an der Rezeption des Artemis, wo ich meine private Geldbörse leider nicht gegen das geschäftliche Portemonnaie ausgetauscht hatte.
    Zu meinem großen Glück hatte ich wenigstens meine Kreditkarte dabei und konnte folgend weiteres finanzielles Unbill von mir abwenden.

    Ich lasse Ortrand, Ruhland und Schwarzheide hinter mir, passiere Klettwitz, erreiche Großräschen und Bronkow, Calau und Kittlitz, ehe das Dreieck Spreewald in greifbare Nähe gerät.
    Ein Radarmessgerät steht am seitlichen Streifen, ich habe Glück, konnte ich doch durch ein Elefantenrennen zweier ausländischer Lastkraftwagen ohnehin nur mit weniger als 90 km/ h geduldig hinterher dümpeln.

    Jeder Zentimeter Strecke kommt mir bekannt vor, Landschaften wie aus der Modelleisenbahnanlage geschnitten ziehen an mir vorüber, sorgsam gebündelte Heuballen, auf denen Greifvögel lauern, bereit, auf eine sich zeigende Maus herabzustürzen.
    Ein Blick auf die Uhr im Wagen verdeutlicht mir, dass ich noch circa eine Stunde benötigen werde, ehe ich in das Einzugsgebiet des Schönfelder Kreuzes komme.

    Berlin!

    Sündiges, schmutziges Berlin.​

    Ich werde zu einer Vollbremsung direkt nach der Ausfahrt „Kurfürstendamm“ genötigt, ein cremefarbenes Wohnmobil mit dämlichen Sprücheaufklebern möchte mir anscheinend nicht „verraten“, in welche Richtung es zu reisen gedenkt, stoppt abrupt und fährt ohne Anzeichen eines Blinkens nach links ab.
    Ein Fahrradfahrer kann gerade noch reagieren, er flucht wie ein Rohrspatz und schüttelt entrüstet den Kopf, während eine junge Mutter mit Doppelkinderwagen die Szenerie eher belustigt beobachtet.

    An der ARAL auf der Schwarzbacher Straße versorge ich meinen Boliden mit dem notwendigen Kraftstoff, dass allgemeine Thema ist Annalena Baerbock und die Grünen, die Tankenden unterhalten sich zapfsäulen – übergreifend und sind sich einig, dass der Liter Super bald die 2 Euro – Marke überschreiten würde.
    Tendenziell kann ich mich nur anschließen, wer „Grün“ wählt, kann seinen Autoschlüssel direkt in die Wahlurne werfen.

    Ein Mercedes C – Klasse – Taxi hält neben mir, ich betrachte amüsiert die Werbung des FKK Artemis, welche über die gesamte Fläche der seitlichen Türen reicht.
    Der Fahrer bemerkt meinen Blick, verzieht in Ulk seine Mimik und stößt ein „Is´nett da.“ aus.
    „Deine Werbung müsste eigentlich bei mir dran sein.“ - kontere ich scherzend und hänge den Stutzen zurück in die Tanksäule.
    Hinter mir trommelt eine bildschöne Frau in ihrem schneeweißen VW Beetle voller Ungeduld auf das Lenkrad, das gesamte Areal ist wie immer im Verkehrschaos.

    Mit Kaugummi und ein paar Zeitschriften bewaffnet, kehre ich zu meinem Wagen zurück, wo die Dame bereits begonnen hat, ihre Frontscheibe zu säubern.

    „Ich habe es eilig.“ - zischt sie mir entgegen, worauf ich meine Sonnenbrille ein Stück nach oben schiebe.
    „Ja, dass verstehe ich.“ - entgegne ich sachlich - „Das nächste Mal werde ich das Salär einfach durch die Schiebetür in die Tankstelle werfen. Ganz fest versprochen.“
    „Ich muss in 20 Minuten beim Termin sein.“ - reagiert sie prompt - „Deinen Sarkasmus kannst´dir sparen.“
    „Du hast schon bemerkt, dass vor mir, hinter dir, neben uns – überall stehen Autos. Selbst wenn ich überhaupt nicht getankt hätte, käme ich im Moment nicht weg. Wir haben uns für keine glückliche Uhrzeit entschieden.“
    „Schon gut.“ - murmelt sie resigniert und checkt ihr goldenes Smartphone.
    „Darf ich?“ - ich trete auf sie zu.
    „Bitte?“ - mustert sie mich entgeistert.
    „Den Wischer für die Scheibe.“ - versetze ich und nicke auf ihre andere Hand - „Ich wollte dir nicht dein Handy wegnehmen.“
    „Achso.“ - ein dezentes Schmunzeln huscht über ihr Gesicht - „Na klar. Hier.“
    „Warum arbeitest du nicht im Artemis?“ - DENKE ich mir, äußere aber „nur“ ein - „Vielen Dank.“ und nähere mich meinem Wagen, welchem eine Gesamtwäsche gut zu Gesicht gestanden hätte.

    Ich kann nur jedem Single – Berliner empfehlen, an dieser Tankstelle zu verkehren, es vergeht kaum ein „Besuch“, an welchem ich dort nicht irgendwie ohne Zwang oder eigenes Zutun in irgendwelche zwischenmenschlichen Interaktionen verwickelt werde.

    Das Aufleuchten meiner Motorkontrollleuchte bereitet mir Sorgen.
    Kurz vor der Abfahrt Adlershof, in Berlin angekommen, sprang diese orange – leuchtet an, das interne System erkannte aber keinerlei Fehler.
    Ich beschließe, auf dem Kaiserdamm/Messedamm zu BMW zu fahren, wo die dort ansässige Niederlassung den Wagen per Laptop oder anderer Technik auslesen könnte.
    Meine Hoffnung schwindet, auch die Mutterfirma kann keinen Fehler ausfindig machen und rät mir, dass Auto bis auf Weiteres zu benutzen.
    Als ich gen FKK Artemis aufbrechen möchte – und das Kraftfahrzeug starte, ist die Anzeige verschwunden, ich werte dies als grundlegend äußerst positives Signal der Götter und befördere mein Gefährt gen eigentliches Endziel.
     
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  2. Der Pharao

    Der Pharao Volkstribun

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    Ankunft Parkplatz FKK Artemis ...

    Ich bin ein wenig überrascht, als ich die Stellflächen passiere, wenngleich ich doch damit gerechnet habe, dass auch zu einem Tage wie diesem zu dieser frühen Stunde noch etliche Parkplätze verwaist daher kommen.
    Insgeheim hatte ich damit gerechnet, dass eine größere Werbung an Wand oder in Form einer Fahne oder Ähnlichem auf den heutigen Geburtstag aufmerksam machen würde, dies war nicht der Fall, vermutlich hatte es ohnehin längst alle erreicht, welche für die Feierlichkeiten „relevant“ daher kamen.

    Das erste Kollege wartet bereits in seinem Auto, der Zweite rückt nach, in Fliege gekleidet, mehr und mehr Gäste strömen gen Eingang.
    Es ist deutlich zu spüren, dass heute kein „normaler“ Tag ist, es herrscht Bewegung, ein gewisses Knistern liegt in der Luft.

    Wir betreten den Hort der Sünde ...

    Den Check – Inn leitet Nadine, auch sie ist dem Gesicht des Clubtages passend sehr sehr schick gekleidet und begrüßt in gewohnt liebenswerter Manier alle Anrückenden, eine kleine Schlange bildet sich, die Herren verteilen sich auf die Tische für die Dokumentation und flanieren anschließend zur Rezeption, wo das Salär entrichtet wird oder man auf der Gästeliste befindlich, ohne Eintrittsbändchen „durchmarschieren“ darf.

    Nachdem der gute Stoff gegen den Bademantel getauscht wurde, durchqueren die Lounge, wo einige Lady bereits fertig gestylt anmuten und in ihren Roben und Kleidern einen wirklich ästhetischen und damen – liken Eindruck erwecken.
    Beim Betritt des Gastronomie – Sektors entdecke ich auch sogleich den „Pavillon“, welcher jetzt den Terrassen – Außenbereich überdeckt und zu allen Seiten wind – und witterungsbedingt abschirmt.

    Neben dem Pool, rechter Hand, wurde ein weiteres Zelt erbaut, eine Art kulinarische Meile, übergroße Pfannen warten auf Beigaben, ein gigantischer Ochse dreht und brutzelt über dem Feuer.
    Auch ein Spanferkel konnte sich seines Schicksals nicht erwehren, ein rauchig – delikater Duft weht über dem Areal und lässt allen das Wasser im Mund zusammenlaufen.
    Die externen Frauen und Männer dieser Firma sind absolut freundlich, locker und für jeden Spaß zu haben.

    Nach dem obligatorischen Frühstück, welches in gewohnter Form am Buffet daher kam, schwimmen wir am Pool an dem Zelt vorbei, ähnlich einer Sieger - Tribüne im Olympischen Becken.

    In der Panoramasauna beziehe ich auf der obersten Bank Stellung und blicke wie im Circus Maximus gebettet auf die unteren Reihen.
    Einige Kollegen strecken sich vergnüglich unter der aufsteigenden Hitze, umgedrehte Sanduhren verheißen einen teils schon längeren Aufenthalt in der Schwitzstube.
    Ich vermisse den Aufguss, wenngleich man froh sein darf, überhaupt in noch anhaltenden Zeiten von Corona an einem Ort wie diesem seinen Vergnügungen zu frönen.

    Es wird voller, immer mehr Herren entern den Heißbadekomplex und gesellen sich zu uns, es herrscht muntere Stimmung, alle freuen sich auf das, was später kommen sollte.
    Auch ein asiatischer Gast, welcher mir von vor einigen Jahren noch bekannt ist, platziert sich neben mich und wir geraten in eine angeregte Plauderei.
    Alle Damen, nach denen er sich fragend erkundigt, sind leider nicht mehr im Artemis anwesend, auch nicht Suna, deren „Verlust“ ihn beinahe von der hölzernen Empore kippen lässt.
    Gleiches gilt für Pinkie, mit welcher ich mich auch stets blendend verstanden hatte, ferner Tammy, Jo und Penny, immerhin kann ich ihm mit Rion einen Hoffnungsschimmer einimpfen, wenngleich ich doch selbstredend für ihr Erscheinen am heutigen Tage keinen gesicherten Nachweis verlautbaren kann.

    Ich muss schmunzeln, als er von Leki berichtet, es erinnert mich an meine ersten Besuche im Club, eine fast prähistorische Reise in die Annalen meiner frühestens Berührungen mit dem Saunaclub und ich weiß noch, wie mich Leki damals, am Bereich des heutigen Spielautomaten sitzend, direkt nach einer kurzen Anfrage nach oben „entführte“.
    Die Hitze fordert ihren Tribut, der Geselle aus dem Reich der aufgehenden Sonne trollt sich, steigt behände wie ein Bonobo die Stufen hinab und tänzelt auf dem erwärmten Fußboden wie ein Seilartist nach draußen.

    Im Dialog der Clubkollegen fallen Namen wie „Ella“, „Sandra“, natürlich auch „Jenna“ und „Fatima“, „Nina“, „Pamela“, Legenden, deren Ruf die Jahre ihrer Abwesenheit überdauerte und ihrem Leumund keinen Schaden zufügte.
    Die Dame Emilia wird schmerzlich vermisst, aber auch die blonde Polin Maggy, mit der auch meine Wenigkeit des Öfteren in der oberen Etage weilte und welche mich mitunter in den unmöglichsten Stunden kurz vor Hahnenschrei noch zu außergewöhnlichen „Leistungen“ auf dem sich anschließend gefühlt rotierenden Laken getrieben hatte.
    Maggy, falls du das lesen solltest, so unwahrscheinlich dies auch anmutet, ich habe immer noch deine „Fake – Handschellen“ zuhause, im Schlafzimmer, in der untersten Schublade, wo sie im „Walk of Artemis“ - Fach neben dem blauen Vibrator von der deutsch – libanesischen Lady Sarai ihr Dasein in der Ruhmeshalle der erotischen Spielzeuge fristen.

    Hm, während ich dies abtippe, könnte der Eindruck entstehen, dass ich besonders pervers wäre, tatsächlich waren beide „Utensilien“ in eher humoristischem Einsatz, wurden dann von „uns“ in meinem Bademantel verstaut und des morgens „unten“ an den Wertschließfächern schlichtweg vergessen. Da es mir zu blöd war, diese einfach zu entsorgen oder an der Rezeption abzugeben, verwahrte ich diese bei mir, in der Hoffnung und Absicht, sie bei nächster Gelegenheit der eigentlichen Besitzerin zurück zu geben.
    Leider waren sowohl Maggy als auch Sarai bei meinem nächsten Stelldichein nicht mehr zugegen, Maggy nie wieder, Sarai immerhin ein paar Jahre später.

    Rückblickend hätte ich wohl noch um einige andere „Souvenirs“ bitten sollen, den High – Heel von Donna, der mir fast den Schädel bei ihrer missglückten Akrobatik – Einheit gespalten hätte, das „Autogramm“ von Ex – Rezeptionistin Malwine, welches sie mir nach ihrem TV – Auftritt scherzenshalber an der Wellnessbar ausgestellt hatte und den roten Strohhalm im Drink von einer ganz besonderen Lady, welcher nur mit viel Glück nicht als Mordwaffe in der Asservatenkammer beim BKA gelandet war.
    Aber auch der Würfel, mit welchem wir im Love – Room Fortuna selbst gefordert hatten, heitere Stunden, Tränen lachend, aus einer Zeit, wo die Pandemie noch fern war.

    Ein jeder Gast hat wohl seine eigenen Anekdoten und Erlebnisse, Geschehnisse, welche sich tief ins Gedächtnis brannten und dort unauslöschlich umhergeistern.
    Gespenster, deren Spuk einen heimsucht, teils völlig unvorbereitet, getriggert durch Momente oder Erinnerungen in mitunter komplett anders gelagerter Manier.
    Fünfzehn eigene Jahre im Artemis haben Spuren hinterlassen, in mehr oder weniger konstantem Besuch, auch mit längeren Pausen, aber auch mit Wochen, wo man die Schwelle der Jagdgöttin in einer Woche dreimal oder häufiger „überwand“.

    Ich kehre zurück in das „Heute“, als mir ein Schwitzbruder mit lautem Ausruf ein graues Textil auf die Flanke klatscht.

    „Hast du was mitbekommen, von dem, was ich gesagt habe?“ - äußert er belustigt.
    „Nein.“ - konstatiere ich - „Vermutlich habe ich auch nichts verpasst.“ - „provozierend.“
    „Kommst du mit ins Blubberbecken?“ - führt er fort und reckt seinen Hals wie eine Giraffe nach oben.
    „Ähm, … ja, warum nicht.“ - erwidere ich generös und erhebe mich meines Platzes.
    „Dann bitte der Herr.“ - witzelt er distinguiert und wedelt seine Hand ikonisch gen Glastür.
    „Warte mal ...“ - stoppe ich - „Wo ist Petronius?“
    „Raus. Hast du das nicht mitbekommen?“

    Ich schüttele den Kopf.

    „Der sucht Virginia.“ - vervollständigt er seinen Satz.
    „Virginia?“ - echoe ich.
    „Ja. Die blonde Frau.“ - artikuliert er postwendend.
    „Ich weiß wer Vir …, vergiss es. Mich wundert hier nichts mehr.“
    „Lass ihn doch machen.“ - meint er lachend und drückt die Saunatür leicht nach außen.
    „Lass ich doch.“ - bestätige ich explizit. - „Etwas konträr zu dem, was er noch vor einer Stunde gesagt hat, aber, hier sind sowieso nur Irre unterwegs. Was ist mit dir?“ - richte ich an einen anderen Clubbruder, der noch mit dem Handtuch über dem Gesicht auf dem Saunastuhl wie eine Mumie zusammengesunken auf dem Holz thront. - „Hallo? Lebst du noch?“ - peitsche ich ihm mit meinem Handtuch auf die Knie.
    „Ich komm gleich.“ - murmelt es durch den Stoff und wir verlassen die Schwitzhütte.

    Die Zeit ist enorm kurzweilig, immer mehr Kollegen und vertraute Gesichter kommen dazu, ein großes Stelldichein mit Clubbrüdern, welche man meinte in diesem Leben nicht mehr begegnen zu dürfen.

    Im Whirlpool frönen wir der Freude des irdischen Daseins, lassen uns im warmen Wasser umschmeicheln und ich treffe anschließend, auf dem Wege gen Lounge, an der Treppe, zum ersten Mal Kenan, der mit sehr guter Laune emsig umher schwirrt, überall Hände schüttelt und an jeder Stelle in ein kurzes Gespräch gerät.
    Auch ich geselle mich selbstredend unter die Gratulanten, ehe wir uns etwas später, im Kontaktraum wiederfinden, welcher bereits festlich geschmückt wurde und immer noch fleißige Hände seitens einiger Damen zum Wohlfühlambiente beitragen.

    Entgegen der Eva – Kostüme, die ja sonst vorherrschen, empfand ich den ansprechenden Dresscode der Grazien als äußerst gewinnbringend und angemessen.

    Man darf es hier sicher vorweg nehmen:
    Die Ladys des Hauses sahen zu großen Teilen spektakulär aus, man erwischte sich, wie man teils zweimal oder mehr hinschauen „musste“, ehe man erkannte, um welche Dame es sich unter der noblen Robe und dem Mundschutz eigentlich handelte.

    Jede Form und Farbe von Kleidern oder ähnlichem Outfit wurde getragen, helle Pastelltöne, ein oft vertretenes klassisches und elegantes Schwarz, aber auch Muster und auffällige Farbvarianten.
    Tendenziell könnte ich hier beinahe jede mir irgendwie vertraute oder wenigstens namentlich bekannte Dame aufzählen, ich erlaube mir, „nur“ die Ladys schriftlich zu erwähnen, welche mir als großer Freund der Mode besonders ins Auge fielen und mich doch zugegebenermaßen enorm begeisterten.

    Das grau schwarze Musterkleid von Raissa stach mir als Erstes ins Auge, im Außenbereich, extrem figurbetont und mit einem Dekolleté, welches einen „Spazierenden“ Gast am Pool beinahe in Selbigen beförderte, der Ablenkung geschuldet.
    In klassisch – elegantes Black hüllten sich Anja und Katja, die beide fantastisch aussahen.
    Sonia, in einem schönen hellen Grün und vor allem Jessica, in einer gelblichen Hose mit passendem Oberteil, waren die für mich markantesten Farbtupfer.
    Wunderschön auch Simai und Jaylan, müsste ich ein „Kleid des Tages“ wählen, so komme ich wohl nicht umhin, dies an Sila zu vergeben, deren weißes Prinzessinnen – Kleid mit dazugehöriger Krone wirklich einen absoluten Blickfang darstellte.
    Nochmal, dies ist nur ein kleiner Auszug, auch die anderen Damen des Tages zeigten sich in erlesener Robe, eigentlich schade, ginge es nach mir, so könnte es einen solchen Dresscode – Day auch einmal pro Monat geben.

    Der Buschfunk funktionierte tadellos, gegen 20 Uhr sollte es offiziell beginnen, die Ruhe vor dem Sturm, die sich über den Nachmittag legte, wie vor einem Gewitter, wo sich urplötzlich sämtliche Energie zu entladen droht.
    Auch unsere Gruppe, zahlenmäßig diesmal sehr stark vertreten, war beinahe vollzählig, die Stunden rannen dahin, alle waren guter Laune und fieberten dem Abend entgegen.

    Fortsetzung folgt ...​
     
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  3. Der Pharao

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    In die Lounge kommend, erblicke ich eine Dame.
    Ich finde sie ausgesprochen attraktiv, wenngleich sie meiner Person doch anscheinend etwas voreingenommen und skeptisch gegenüber zu stehen scheint.

    Weil ich ein „Römer“ bin?
    Zu dieser Gruppe gehöre, die nichts anderes tut, als über die Damen des Clubs zu sprechen?

    Einer dieser widerlichen Schreiberlinge im Internet, die nichts anderes zu tun haben, als in primitivster Art und Weise über die Damen der Clubs zu berichten, über sie herzuziehen und ihren Service im intimsten Detail geschildert mit Hunderttausenden von wildfremden Mitgliedern der deutschland – und europaweiten Foren im hiesigen Netz zu teilen.

    Ich verstehe diese Skepsis, ich wünschte nur, man würde sich die Zeit und Muße nehmen, einmal in den rhetorischen Stil des Autors hineinzulesen, sein Wesen zu erfassen und die Gangart seiner schriftlichen Verlautbarung mit den von oftmals von Vorurteilen geprägter Uralt – Klischees gegeneinander aufzuwiegen.
    Schade, würde sie ihre Freundinnen fragen, so würden sie hoffentlich bestätigen, dass ich doch ein recht charmanter und solventer Gast bin, der eine gute Kinderstube genossen hat und dem einige Benimmregeln „auch“ innerhalb dieses Kosmos als Selbstverständlichkeit verwurzelt anmuten.

    Sicher, im Dialog mit einigen anderen Damen, die teils schon länger nicht mehr im Artemis ihrer Berufung nachgehen, war die Thematik „Forum“ ein gern diskutiertes und oftmals auch zweischneidiges Thema.
    Mit einem Gros der Ladys konnte man sich im hohen Niveau darüber austauschen, andere waren wie ein Felsmassiv unerschütterlich und grundlegend festgefahren in ihrer Meinung, die einen auch unbestritten niemand „ausreden“ möchte.
    Ich kann es keiner der Grazien verübeln, zunächst die Nase zu rümpfen, gibt es doch in unseren Reihen auch Vertreter, die die schreibende Zunft in einer unmöglichen und abstoßenden Weise repräsentieren.
    Die sogar so weit gehen, einen besseren Service heraus kitzeln zu wollen, indem sie sich bewusst outen, oder – noch schlimmer, den Damen nach dem Akte damit „drohen“, einen möglicherweise nicht optimalen Verlauf später im Internet zu veröffentlichen, um andere Kollegen und Leser zu warnen oder von einem späteren Buchungsverlauf abzuhalten.

    Das ein jeder Gast mit jeder Dame seine eigenen Erfahrungen macht, dies sollte doch inzwischen jedem klar sein, der eine halbwegs funktionierende Selbstreflexion für sich aufweist und in der Lage ist, eine logische Schlussfolgerung nach dem Gedankenaustausch mit sich selbst diesbezüglich zu veranlassen.
    „Wir“ Römer sind keine „höheren Lebewesen“, „wir“ sind nichts Besseres, nur weil wir in der Lage waren, eine Email – Adresse einzurichten und mitunter fünf gerade Sätze am Stück formulieren können.
    Wie auch immer, diese Problematik wird wohl weiter ein abend – fassendes Thema darstellen, wenngleich ich der Meinung bin, dass auch hier das Credo helfen würde, viel mehr miteinander als übereinander zu sprechen.

    Ich selbst mache aus meiner Mitgliedschaft kein Geheimnis, ich gehe damit aber auch nicht hausieren, werde ich angesprochen, so antworte ich ehrlich.
    Im Zuge meiner Berichte, fiel es auch immer schwerer, eine gewisse Anonymität zu wahren, da auch die Damen des Hauses nicht blöd daher kommen und nach ein wenig Recherche und Zeitabgleich in der Lage sind, die Fakten zu kombinieren und den ein oder anderen User mit dem Echtnamen im Club zu identifizieren.

    Habe ich dies provoziert, wie mir mitunter „vorgeworfen“ wurde?
    Nein, mit Sicherheit nicht, ich habe aber auch nicht zeit – technisch versetzt gepostet, in wirren Abständen mehrerer Wochen, mit „Falschaussagen“ über verdrehte Zimmergänge und unter wechselnden Pseudonymen.
    Es dürfte kein Geheimnis sein, dass ein paar wenige Damen, die wirklich zu den Hauptbezugspersonen von mir gehörten und gehören, dies sicherlich schon längere Zeit wussten und wissen, mitunter habe ich sogar live aus dem Club mit deren Zustimmung und Anwesenheit ein thematisches Grundgerüst gedanklich erstellt und mir einen Titel für die kommende „Erscheinung“ ausgedacht.

    Mich motivieren keine niederen Beweggründe, aus dem Paralleluniversum „Pay6“ zu berichten, wer mich kennt, der dürfte wissen, dass ich dies nicht tue, um mein Ego zu streicheln oder indem ich mein Selbstbewusstsein mit derben Schilderungen über sexuelle „Heldentaten“ mit der Welt zu offenbaren gedenke.
    Mitunter wurde mir sogar zugetragen, innerhalb des Forums, dass es mich, „Der Pharao“, in live gar nicht geben würde, dass ich nur ein Ghostwriter wäre, ein Phantom des Saunaclub – Universums, da es schlichtweg gar nicht möglich ist, auf „solche“ Weise, von Zwischenmenschlichkeiten und „Nebengeräuschen“ von seinen Besuchen in Schriftform zu versetzen, ohne in jeder Zeile die Worte „große Titten“ und „ficken“ zu benutzen.
    Man möge mich bitte nicht falsch verstehen, ich sehe mich hier nicht als Revoluzzer der hiesigen Szene, ich bin nur gern ein wenig anders als andere und sehe mich auch nicht „hier“ veranlasst, mich bezüglich meiner rhetorischen Freiheiten einzuschränken oder nur auf das Wesentliche fokussiert in meinen Berichten voran zu schreiten.

    Vielleicht gehört es auch zur Ehrlichkeit, zuzugeben, dass man in Gästegruppe sehr wohl über die anwesenden Damen spricht.
    Zumindest bei mir und dem Großteil meiner Clubkollegen geschieht dies jedoch in einer allumfassend respektvollen Art, wobei es in weiten Teilen überhaupt nicht um optische Dinge geht, vielmehr beiläufige Bemerkungen, wenn eine Lady eine längere Zeit nicht da war und man ihrer wieder visuell Gewahr wird.
    Selbstverständlich fragt einen ein langjährig bekannter Clubfreund auch einmal, ob man mit der oder der Grazie schon eine persönlich – erotische Erfahrung machen durfte, wie sie zwischenmenschlich interagiert und ob sie bezüglich Sprache, Kommunikation und Wesensart denn eventuell zu einem passen würde.

    Ich finde es schade, wenn man da oftmals eventuell direkt abgestempelt anmutet, in einer Schublade verpackt und luftdicht verschlossen, ohne die Chance, dies in einem sachlichen Dialog zu klären, sich wirklich einmal zu beschnuppern und festzustellen, dass „wir“ nicht alle gleich sind.
    Auch wenn man sich mit einigen Herrschaften im Artemis umgibt, so ist man doch auch nicht automatisch wie sie, ein Teufelskreis, welcher zu durchbrechen nur im beiderseitigen Einverständis gelingt.

    Diese Thematik besprechend, hatte ich gestern, beim „After – Party“ - Tag, ein sehr schönes Gespräch mit einer Lady, welche mir anschließend auch die Freude eines ersten gemeinsames Zimmers einräumte.
    Doch dazu später mehr.

    Ich „bewundere“ bei manchen „Kollegen“ die Flexibilität in der Auswahl ihrer potenziellen Gespielinnen:
    Dame 1, blond und gertenschlank, welche man sich anscheinend nicht anzusprechen getraute, zieht mit einem wesentlich entschlosseneren Gast davon, der Herr, der sie seit 20 Minuten beobachtet, wendet sein Haupt abrupt um 180 Grad gen einer dunkelhaarigen Lady zu seiner Rechten, welche fraulicher gebaut ist und auch sonst das komplette Gegenteil von Dame 1 darstellt, „gerät“ in eine kleine Plauderei und wandert anschließend in den Sektor der Liebesräumlichkeiten.

    Egal, wie lange man etwas verdrängt, es wird trotzdem nicht verschwinden.

    Ein Clubbruder sucht das Gespräch mit meiner Wenigkeit, er entdeckte seine persönliche „Nemesis“ und hadert damit, wie er nun damit umzugehen gedenken sollte.
    Nur wer den Appetit der Neugier aufweist, kommt in den Genuss neuer Entdeckungen.
    Es ist mir bewusst, dass es mitunter schwierig ist, von alten „Gewohnheiten“ zu lassen, da man auch innerhalb des Clubs doch ein Mensch bleibt, welcher Gefühle & etwaige Emotionen nicht bei Ioana an der Rezeption abgegeben hat.

    Die Zeit verändert eine ganze Menge, manches vermag sie jedoch nicht in Gänze in das Reich der Schatten zu entrücken.

    Clubgäste, deren Alter teils schon vor gefühlt 50 Jahren die eigene Schuhgröße überholt hatte, schwärmten in meiner Anfangszeit im Pay6 von blutjungen Damen, Schönheiten, die auf jedem Catwalk dieser Welt hätten mitlaufen können, in hoffnungsvoller Poesie, in blumenreichen Ausschmückungen von Zukunft und Einklang, Trugbilder, Seifenblasen, bei der kleinsten Berührung sich ins Nichts verwandelnde Illusionen voller Schmerz und Demütigung.

    Alles, was man hörte, kann so falsch sein, wie die Person, die es verbreitete.

    Gerüchte, Fama, Ränkespiele -

    gekränkte Eitelkeiten und Missverständnisse, die zu Wut heranwuchsen und in völlige Ignoranz mündeten.

    „Für gewöhnlich sind es die Gequälten, die andere quälen.“ - wie mir eine Dame so charmant auf Zimmer zutrug, in ihrer unvergessenen und einzigartigen Persönlichkeit .

    Mit vergehender Zeit habe ich aufgehört, auf den richtigen Zug zu warten, weil ich erkannt habe, dass ich selbst der Zug bin.

    Wer mit mir reisen möchte, der möge sich ein freies Plätzchen suchen, wer sich dagegen entscheidet, was vollkommen legitim wäre, kann gerne aussteigen.


    Im Grunde hat jede Geschichte ein gutes Ende.
    Du musst nur entscheiden wo du aufhörst zu erzählen.

    ***

    Fortsetzung folgt ...
     
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  4. Hobbymoderator

    Hobbymoderator Volkstribun

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    Danke für die ersten Eindrücke. Ich wollte auch unbedingt kommen, hatte mir den Tag fest reserviert und extra Urlaub genommen. Der Tag zuvor, an dem ich auch viele Stunden auf den deutschen Autobahnen unterwegs war, zermürbte mein Ansinnen allerdings, ich war schlichtweg platt. Und so war es auch besser, zu Hause geblieben zu sein. Meine letzte "Ochsenparty" liegt nämlich schon Jahre zurück....da wollte ich eigentlich unbedingt dabei sein.

    Das Thema Forum würde ich nicht zu hoch aufhängen und speziell das Römerforum hat hat relativ wenig Schreiber. Ob Frauen es nun mögen oder nicht, hängt manchmal nicht nur vom persönlichen Empfinden ab (nicht jede liest gerne das letzte intimste Detail über sich), sondern auch vom "Umfeld" der Dame. Ich selbst hab wenige, spezielle Erlebnisse mit der Thematik gemacht. Anja und Lilia haben sich direkt weggedreht und gesagt, dass sie mit Forumsschreibern nichts zu tun haben möchten. Wäre mal interessant zu wissen, ob Anja Deine Memoiren kennt:D;). Ich hab ja früher viele, viele sehr positive Berichte über Jenna geschrieben ,die fand das ausgesprochen gut und hat das auch gewollt. Jedoch gab es ein-,zweimal moderat kritische Bemerkungen von mir (Beispiel: "An ihre kurzen Haare muss ich mich erst noch gewöhnen, aber das wird schon"), die sie allerdings extrem erzürnten. Diese Bemerkung artete bis zu kompletten Ignoranz von ihrer Seite einige Wochen lang aus. Ich schreibe allerdings sowieso wenig bis gar nichts an Details des Akts, ist nicht mein Ding.
    Desweiteren kenne ich auch Eisbären, die supersensibel im Club bzgl. Foren sind und partout nicht erkannt werden möchten von der Damenwelt, gleichzeitig jedoch andere, "konkurrierende Eisbären" bei den Mädels als Schmierfinken outen. Teils werden dazu sogar Berichte ausgedruckt.
     
    Zuletzt bearbeitet: 3. Oktober 2021
  5. Der Pharao

    Der Pharao Volkstribun

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    Eine kurze Reaktion auf dein Posting, ehe es dann mit dem eigentlichen Besuchstag weitergeht:

    Ja, schade, dass du nicht erscheinen konntest. Diverse andere Gäste, auch teilweise aus "unseren" früheren Zeiten waren zugegen, andererseits habe ich aber auch einige weitere vermisst, welche wahrscheinlich aber einfach grundlegend "solche" Anlässe mit überfüllter Lounge und Partystimmung meiden.
    Natürlich, verstehe ich gut, andererseits kann man es eben auch nicht erzwingen, wenn der physische Zustand nicht optimal anmutet.

    Ich weiß nicht, ob "hochhängen" hier für mich der richtige Begriff ist, tendenziell sind die Foren schon ein Thema und somit folglich auch die Schreiber.
    Ich schrieb ja schon, dass einige Damen, zu denen man eben mehr Bezug aufweist als zu anderen, schon mehr Interna wissen und folglich auch 1 und 1 zusammenzählen können, ohne, dass es dafür eines Dritten bedarf.
    Es liegt mir zudem fern, ihre Intelligenz zu beleidigen, indem ich behaupten würde, dass ich nicht "der" bin, welchen man auch schon anhand seines Schreibstiles identifizieren könnte, wenn mich jemand offensiv darauf anspricht.
    Da sie namentlich erwähnt wurde: Natürlich habe ich mit Anja schon eine Menge an Zeit verbringen dürfen, selbstredend interagiert man im Zimmer auch einmal thematisch in verschiedenen Sphären, worunter auch das Forum fällt und folglich sind ihr meine rhetorischen Verlautbarungen bekannt, was aber kein allzu großes Geheimnis darstellen dürfte.
    Auch ich verzichte auf Details bezüglich der Damen, ich würde niemals irgendetwas veröffentlichen, was im Zimmer gesprochen oder gemacht wird, außer, es hat einen humoristischen Hintergrund und bedarf keiner Verschwiegenheit.
    Auch sollte man einen grundsätzlich respektvollen Ton verwenden, was leider nicht jeder schafft, ich aber ausdrücklich die hier zu großen Teilen tippenden Kollegen davon freisprechen möchte.
    Darum versuche ich ja auch, das Forum mal in anderer Weise zu repräsentieren, nicht nur in wildesten Ausführungen über sexuelle Ausuferungen, sondern in einer Art geschichtlich - chronologischer Faktenprosa, ohne jemanden verprellen, beleidigen oder beschämen zu wollen.
    Ein kleiner Einblick in die Welt des Pay6, die nicht nur auf den reinen Akt beschränkt daher kommt, sondern auch in zwischenmenschlicher Manier eine Menge an Charme, Witz und Skurillität zu bieten hat.
    Es bleibt selbstverständlich das Recht einer jeder Dame, ihre persönliche Einstellung dazu zu finden.

    Das soll es dazu schon von mir gewesen sein, es geht bald weiter mit dem "Hauptthema".
     
  6. Der Pharao

    Der Pharao Volkstribun

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    Einige Gerüchte machen die Runde, ein älterer Gast erzählt ungefragt, dass die Honorare der Damen am heutigen Tage anders wären.
    Er begründet dies damit, dass durch das An – und Auskleiden der Garderobe und eventuellem Neuschminken ein Mehraufwand betrieben werden müsste.
    Selbstverständlich ist diese Mär ins Reich der Fabeln zu verweisen, es galten die gewohnten Konditionen wie an allen anderen Besuchstagen.

    Eine Lady im roten Kleide positioniert sich auf dem ersten Sofa, welches sonst eigentlich als Hoheitsgebiet von Victoria und Fabienne gilt.
    Sie kommt mir äußerst bekannt vor, ich verwerfe allerdings den Gedanken und werde kurz darauf dennoch darin bestätigt, dass es sich hierbei doch um die kolumbianische Dame Lorena handelt, welche man wahrlich lange nicht mehr an dieser Adresse in „unserem“ Wohnzimmer antreffen durfte.
    Ein Clubbruder gesellt sich kurz zu ihr, sie plaudern angeregt, ein Hauch alter Tage weht durch die Lounge, welche luftballon – technisch durch den emsigen Einsatz von Hannah und Avril immer mehr an Partylocation gewinnt.

    Ich unterhalte mich mit Esra, die ich persönlich sehr mag, auch sie umschmeichelt ein elegantes Kleid in schwarzer Farbe, während sich die Sitzgelegenheiten im Kontaktraum mit immer neu herein – strömenden Gästen füllen.
    Lisa winkt uns, sie ist wie stetig ausgelassen und freut sich auf Tanz und Musik zu späterer Stunde.
    Ein Clubfreund beobachtet den Haupteingang wie ein Adler, leider erscheint auch mit vergehender Zeit keine Tracy, welche aber bereits ein Wochenende vorher ihre Abwesenheit zum Partytag zu einem hohen Prozentsatz vorher – orakelt hatte.

    Auch Meg, auf die ebenfalls mit Sehnsucht gewartet wurde, gibt sich nicht die Ehre, generell ist sie zumindest an Samstagen in letzter Zeitspanne nur äußerst rar vertreten.
    „Dafür“ zugegen ist Shiva, meine erste Gespielin, welche mich damals im FKK Artemis quasi im unteren Erotik - Kino in der ersten rechten Kabine für diesen Club entjungfert hatte.
    Sie ist ein absoluter Trigger, meine Gedanken wandern in die Jahre, wo es noch „selbstverständlich“ daher kam, bei dem Frühstück verdiente Ladies wie Chanel, Sandra oder Berna zu treffen, auch Priscilla, Jennifer oder Dana.
    Ich erinnere mich gern an Ewa, ebenfalls mit tschechischen Wurzeln, meine erste Stammdame, wenn man dies mit Einstundenbuchungen aller ein oder zwei Wochen damals überhaupt so bezeichnen durfte. Für mich unvergessen ihre tollen und abwechslungsreichen Frisuren, beinahe eine Frisuren – Kunst, welche zudem auch in zwischenmenschlicher Hinsicht eine mehr als charmante Dame darstellte.

    Im peripheren Blickwinkel erhebt sich ein weiterer vertrauter Kollege, steuert auf Lorena zu und bittet sie anschließend in Etage der Liebeszimmer.
    Auch Jordan, welche man hinsichtlich ihres ansprechenden Outfits nur lobend erwähnen darf, weckt Begehrlichkeiten und kann sich teilweise der Vielzahl an Anfragen kaum erwehren.
    Am Geländer bezieht die bulgarische Lady Aksana Stellung an einem ihrer Stammplätze, auch ihr Kleid ist verführerisch und zeigt eigentlich mehr als es verhüllen könnte.
    Diverse Augenpaare wandern in ihre Richtung, auch ich durfte ihr vor einigen Wochen erotisch beiwohnen.

    Ein bunter Blumenstrauß verschiedenster Damen, welche hinsichtlich ihrer Nationalitäten, Haarfarben, Figuren und Persönlichkeiten kaum unterschiedlicher anmuten könnten.
    Ich begrüße Lidia und Aleks, auch sie sind großartig gestylt, dazu Mandy und Mahya.
    Die große Gästegruppe, welche sich um mich versammelt hatte, ist Segen und Fluch zugleich.
    Selbstredend möchte man mit jedem kommunizieren, Neuigkeiten austauschen, in Fachsimpelei ergehen.
    Die Zeit, allgemein kein wirklicher Freund des Gastes, ist gnadenlos und rieselt durch die Hände ohne Chance auf Verzögerung.

    Diverse Grazien, die auch an Tagen „ohne Anlass“ untereinander vertraut sind, haben sich auch heute zusammengefunden, trinken Schampus und lassen lasziv ihre Hüften kreisen.
    Es ist beinahe 18 Uhr und man fragt sich schockiert, wo bereits wieder sieben Stunden ins Land gingen, ohne das man auch nur einmal das Gefühl hatte, dass der Großteil des Tages noch vor einem liegen würde.

    Ich beschließe, mich kulinarisch an dem Grillgut zu laben und reihe mich unter die Wartenden ein.
    Verzückte Gaumen nicken einem aufmunternd entgegen, die, welche bereits einen Teller mit Köstlichkeiten ergattert hatten und nun in speisender Eintracht miteinander am Tisch weilen.
    Auch Nicky ist unter „uns“, ich bitte um etwas Ochse und Spanferkel, dazu Rotkraut, deftige Bratkartoffeln und Krautsalat nach Art „des Hauses“.
    Mir mundet es vorzüglich, auch gönne ich mir noch ein leckeres Dessert mit Honig und Nüssen, ehe ich anschließend, gesättigt und zufrieden, einen kleinen Verdauungs – Spazierung durch die arabische Gasse „nach“ Marrakesch anstrebe.

    Im Whirlpool aalen sich zwei bekannte Gesichter, Gäste, die mich oft begleiten und lassen die bereits vergangenen Stunden Revue passieren.
    Alle sind sich einig, dass heute irgendwie „anders“ ist, ein merkwürdiges Kribbeln, eine gewisse innere Unruhe, eine Elektrizität, welche in der angenehm frischen Luft liegt.
    Die Wettergötter sind gnädig, sie haben dem Event einen fast wolkenfreien Himmel gepriesen, kein Regentropfen verirrt sich von den Wolken kommend auf die seichten Gefilde der artemistischen Landschaft.
    Mittags, als wir noch badender Mission unsere Runden durch das Becken zogen, zeigte sich gar die Sonne und lächelte milde auf das sechzehnjährige Bestehen des Ortes herab, welcher für uns alle zu einer zweiten Heimat aufstieg.

    „Bleiben wir nun heute?“ - vernehme ich die Stimme eines Freundes, welcher erst vor fünfzehn Minuten erschienen war.
    „Ich weiß noch nicht, lass uns das doch heute Nacht entscheiden, je nachdem, wie lange wir bleiben und in welchem Zustand körperlichen Gebrechens wir gegen 2 oder 3 Uhr entsprechen.“ - antworte ich amüsiert.
    „Wenn wir übernachten, im Hotel, dann können wir morgen nochmal in den Club.“ - verbessert er sein Anliegen argumentativ.
    „Wollten wir nicht eigentlich etwas kürzer treten?“ - kontere ich. - „Besuchsmäßig hier.“ - ergänzend.
    „Tun wir doch, am Sonntag fahren wir auf jeden Fall nach Hause.“
    „Wenn wir morgen wieder hier einchecken, …“ - führe ich aus - „ … die denken, wir sind nicht ganz dicht, die werden uns fragen, was mit uns nicht in Ordnung ist, was mit uns nicht stimmt.“ - finalisierend.
    „Gut.“ - nickt er mir entgegen - „Warten wir heute erst einmal ab.“
    „Super.“
    „Pharao?“
    „Ja?“
    „Ob Melanie heute kommt?“
    „Ich weiß nicht, ich mach hier leider noch nicht die Dienstpläne. Aber ab 20 Uhr macht es schon Sinn, mal höflich an der Rezeption zu fragen, bis dahin sollte die Dame irgendwie eingetragen sein.“
    „Kannst du nicht mal Nadine fragen?“
    „Auf keinen Fall.“ - antworte ich lachend. - „Sie verarbeitet noch unser „Date“ an der Wellnessbar. Alles, was „danach“ kommt, kann nur schaden. Im Ernst, erkundige dich doch mal, oder, lass dich am besten überraschen.“ - schlage ich vor.
    „Ich hoffe, Nana kommt nicht so spät.“ - wirft der andere Badende ein.
    „Wieso? Musst du 21.30 Uhr im Bett sein?“ - reagiere ich.
    „Ob man heute wohl einen Korb bekommt, wenn man eine Frau fragt, die in einer Gruppe sitzt und trinkt?“ - lässt sich ein Weiterer vernehmen - „Ihr wisst schon, wenn die Mädchen zusammensitzen und feiern, dann wollen die doch nicht wegen Sex belästigt werden.“
    „Aber sonst habt ihr keine Probleme?“
    „Naja, dass ist doch demütigend, wenn man dahin geht, nach einem Zimmer fragt und sie ablehnt.“
    „Da musste eben einen guten Moment abwarten, wenn eine Frau gerade eine Flasche öffnet oder tanzt, dann ist das eventuell nicht die beste Gelegenheit.“
    „Ob sie das Kleid dann auszieht?“
    „Nein, oben hängen heute Taucheranzüge, die werden dann noch darüber gestreift. Was stellst du denn für Fragen? Bist du schon besoffen? Was ist denn los mit dir?“
    „Es ist alles nicht so einfach. Wenn man einmal eine Abfuhr gekriegt hat, dann nagt das an einem.“
    „Zeig mal bisschen Stärke ...“ - ermutige ich ihn - „Du musst auch bisschen mit guter Laune und offenem Wesen fragen, nicht, als ob sie die Suizid – Hotline in der Leitung hat.“
    „Wo ist eigentlich Tatiana?“ - ertönt die Stimme von Kollege Nummer 4, welcher bisher schweigend am Blubberbecken gestanden hatte - „Die „neue“ Freundin von Raissa, dass ist doch nicht Tatiana oder?“

    Wir blicken ihn an.

    „Es ist doch merkwürdig. Sie ist jetzt einfach da. Als wäre es schon immer so gewesen.“
    „Alina ist heute auch nicht da.“ - entgegne ich. - „Kein Grund, direkt eine Vermisstenanzeige aufzugeben, vielleicht mag ja manche Dame einfach keinen Partytag oder ist aus privaten Gründen ein Weilchen nicht anwesend.“
    „Rosalie.“ - artikuliert Clubbruder 5.
    „Was ist mit ihr?“ - ich drehe mich zu ihm.
    „Mag keine Party.“
    „Achso, ja … dass muss doch jeder für sich wissen.“
    „Und Shannen?“
    „Genau, … nachdem sie sieben Jahre oder länger nicht da war, ist die Chance relativ „hoch“, dass sie gleich auf der Empore erscheint und zu uns hinab winkt.“
    „Man weiß ja nie.“ - er nickt mir aufmunternd entgegen.
    „Ja, auf diese Wette kriegst du bei 100 Euro Einsatz 2, 32 Euro wieder raus. Wie kommst du jetzt auf Shannen?“
    „Weiß nicht, ich war vor Kurzem mit Conny intim, da musste ich an die bulgarische Nation denken.“ - offenbart er sich.
    „Verstehe, ich habe ja ..“ - weiter komme ich nicht.
    „Kann mir einer mal ein Handtuch geben?“ - mischt sich Freund Nummer 4 ein.
    „Wieso?“
    „Ich möchte nicht vor euch allen nackt raussteigen, dass ist mir unangenehm.“ - äußert er, worauf hin die Hälfte aufgrund seiner ernsten Aussage in Gelächter ausbricht.


    Kurz vor 20 Uhr, … Lounge …

    Wir erobern einen Sitzplatz, genauer gesagt die erste Couch, wenn man vom Treppenhaus kommend in Richtung Kontaktraum und Gastronomiebereich flanieren möchte.

    Das Barteam verteilt Moét – Flaschen auf die Tische, mit der Bitte, diese noch unangetastet in ihrem Eiskübel ruhen zu lassen.

    Es wird voller, aus jedem Zugang strömen Damen, Gäste, Personal.
    Die Lounge füllt sich, die Wege um die Bar werden zu Stehplätzen, auch die Empore erinnert an ein gut besuchtes Kolosseum zu Beginn der Spiele im antiken Rom in längst vergangener Zeit.
    Brot und Spiele,
    ich sehe viele Köpfe, die gefühlt alle 10 Sekunden ihre Uhr checken, bereit, dem, was kommen sollte, voller Vorfreude entgegen zu treten.

    Ioana kämpft sich durch die Menge, sie lächelt tapfer, hat alle Mühe, ihr süßes Backwerk unbeschadet durch die Flut an Menschen zu bugsieren.

    Kollegen, die noch friedlich auf dem Sofa saßen, haben sich erhoben, strecken die Hälse und versuchen, eine erhöhte Position zu finden, von welcher man besser gen zentrales Sofa am rückwärtigen Bereich der Bar schauen kann, welches sich mehr und mehr als Hotspot für 20 Uhr heraus kristallisiert.

    Die Damen des Hauses sammeln sich, ich begrüße kurz Delia, welche mir in positiver Aufregung den Arm touchiert.
    Auch Ellis, in einem wunderschönen weißen Kleid, steht kurz bei mir, wechselt aber die Flanke, da der rechte Flügel der Bar deutlich verwaister anmutet.
    Wieder schaue ich auf meine Uhr am Handgelenk, die Geschäftsetage betritt die Räumlichkeit, ein strahlender Kenan, der von jeder Seite klopfende Anerkennungen und Wertschätzungen „einsteckt“.
    Auch sein Bruder läuft durch das Spalier und die Menge, nicht minder gewertschätzt, als eine warme und angenehme Stimme via Mikrofon um Aufmerksamkeit bittet …


    Fortsetzung folgt ...
     
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  7. Elskhuga

    Elskhuga Präfect

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    Nahmd. Ich hab nun schon etliche Berichte von diesen Geburtstagsparties gelesen, und schon jetzt weiß ich eines:

    Wir lesen alle miteinander den besten ArtemisGeburtstagsPartyBericht ever.​

    Und glaubt mir, ich hab sie alle gelesen. Alle ;). Schon mal ein "Danke, weiter so!". Also, ich warte... :cool:
     
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  8. Der Pharao

    Der Pharao Volkstribun

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    Vielen Dank @Elskhuga ! Und wieder ein weiteres Stück!
    _____________________________________________________________________________________________________________

    Ich bin nicht ganz sicher, wer die schönen Worte spricht, ich glaube, es ist Katharina, wenngleich eine Stimme via Mikrofon auch ein wenig entfremdet daher kommt.

    Ehre, wem Ehre gebührt -

    ich finde es toll, dass alle Säulen, die das Artemis tragen, lobend und empathisch gepriesen werden,
    selbstredend die Geschäftsführer, die den Club aus den Kinderschuhen heraus auf dem Markt etabliert haben,
    das Personal … Aushängeschild des Clubs und Garant für einen reibungslosen und schönen Clubtag,
    vor allem natürlich auch die Damen, ohne welche wir alle auf vollkommen verlorenem Posten ständen, die uns den Besuch auf so vielfältige und facettenreiche Art und Weise versüßen,
    aber final auch die Gäste, die dem Club seit weit über einem Jahrzehnt die Treue hielten.


    Tosender Applaus brandet auf, das Mikrofon wandert zu Kenan, der sich herzlich bedankt, besonders in Coronazeiten, wo alles eben doch ein wenig anders anmutet als noch vor dieser verdammten Pandemie.

    Erschwerte Bedingungen, für Club, Personal, die Ladies und auch für „uns“, hat das Virus doch auch in unseren Reihen für teils verheerende wirtschaftliche Tiefschläge gesorgt und so manchen mir vertrauten Gast in Existenzängste getrieben, wo Besuche des Artemis nicht mehr so selbstverständlich daherkommen wie noch in den Jahren zuvor.

    Viele Messegäste fielen weg, ausländische Touristen, aber auch jene, die schlichtweg Angst vor einer Infektion hatten.
    Betagte Stammgäste, deren Sorge vor einer Infektion auf einmal den Gang ins gelobte Land unmöglich erschienen ließen, Geschäftsleute, die durch Corona nicht mehr reisten und alle Termine nur noch digital stattfanden.
    Selbstverständlich macht sich dies auch im Club bemerkbar, wenngleich ich finde, dass besonders in den Abendstunden inzwischen auch wieder ein reger Zulauf stattfindet.

    Manche Damen sind aufgrund der verdienten Lobpreisung sichtlich gerührt, Tränchen laufen, Emotionen werden zu Tage befördert.
    Kenan ist ein zutiefst empathischer Mensch, ein "Menschenfänger", für mich vergleichbar mit Jürgen Klopp vom FC Liverpool, man merkt, dass seine Worte nicht nur leere Phrasen darstellen, sondern von aufrichtiger Natur sind.
    Viele hätten das sinkende Schiff in Corona - Zeiten verlassen können, sie taten es aber nicht, sich bewusst werdend, dass es Zeit braucht, ehe wieder alles so werden wird wie es einmal war.
    Ob es tatsächlich an die goldenen Jahre von früher anknüpft, ein Blick in die Glaskugel, möge die Seherin Cassandra ihres Amtes walten.
    Wenn man oft das Artemis besucht, dann bekommt man zwangsläufig mit, wie die Menschen, welche da ihrer Arbeit nachgehen, miteinander umgehen.
    Man muss kein Voyeur oder Spion sein, um viele kleine Details aufzuschnappen, herzliche Umarmungen, witzige Kosenamen, kleine Geschenke und ein angenehmes Arbeitsklima.
    All dies überträgt sich auch auf die Gäste - weiblich wie männlich - die viel mehr mitbekommen, als man es vielleicht meinen sollte.

    Erneut gibt es „Standing Ovations“, der abgeänderte Helene Fischer – Hit „Atemlos“, aufs Artemis umgeschrieben, tönt aus den Boxen, anschließend erhält der Club ein in a capella – Form gesungenes Geburtstags – Ständchen aller Anwesenden.

    Konfetti – Regen, Übergabe von Geschenken, unter anderem fantastische Portraits der Chefs, in leichter Karikatur – Variante, welches von den Grazien des Hauses organisiert wurde.

    Orientalische Bauchtänzerinnen stürmen die Lounge, die Stimmung ist ausgelassen, alles klatscht mit, sie bewegen sich betörend und man wähnt sich in einem Palast von 1000 und einer Nacht.
    Im Laufe der nächsten Stunden erneuern sie ihre Shows, in wechselnden Kostümen, mein absoluter Favorit ist ein schneeweißes Gewand, welches von selbst leuchtet und an engelsgleiche Wesen oder Musen erinnerte.
    Die tänzerischen Darbietungen kommen gut an, auch ich klatsche wo ich kann und erfreue mich an diesem Schauspiel für die Augen.

    Überall knallen Champagner – Flaschen, Gäste und Damen begießen den feucht – fröhlichen Anlass, stoßen miteinander an, prosten sich zu.
    Auch wir sind zu unserem Platz zurück gekehrt, vorher im Bade der Menge befindlich, befüllen die Gläser, trinken auf den Club, der eine zweite Heimat wurde.
    Ich, der alleine der Fahrt wegen sonst jedwedem Genuss von Alkohol aus dem Wege geht, werde auf meinem Gang gen Toilette von einer Damenschar fast dazu „genötigt“, dass Glas, welches ich mitgenommen hatte, auf Ex zu trinken, ich muss aufpassen, ich vertrage doch mangels „Erfahrung“ so gut wie nichts und bemerke die Wirkung schon ein wenig.

    „Aber ich ...“ - versuche ich mich meiner Haut zu erwähnen.
    „Trink!“
    „Aber nur einen Schlu ...“
    TRINK!“ - strahlt es mir mit entschlossener Stimme entgegen. - „JETZT!“
    „Wenn du mich so nett bittest ...“ - ich leere das Glas.
    Und?“
    „Ich bin betrunken, macht mit mir was ihr wollt.“ - scherze ich und mache zwei Ladys Platz, welche kreischend wie die Sioux in Richtung Damenumkleide rennen.

    Um die hintere Tabledance – Stange, im Einzugsgebiet des oberen Erotik – Kinos in der Lounge, hat sich ein tanzender Pulk gebildet, welcher zu orientalischen Klängen um das Rundell tanzt.
    Esra, Avia, Lidia, … , aber auch der Masseur und die nette Lady vom Empfang, jeder ist irgendwie involviert und dreht Runde um Runde.
    Schließlich ist auch Haki unter den Tanzenden, welche wie die Apachen um die Wagenburg toben.
    Eine fantastische Stimmung, die flankierenden Damen und Herren klatschen zum Beat, Salome betört mich mit ihrem Becken, ich weiß gar nicht, wie mir geschieht und befinde mich auf einmal zwischen drei mich umkreisenden Ladys.
    Wie ein Seehund, der von weißen Haien umkreist wird, ohne Chance auf eine „rettende“ Eisscholle, während Lisa in eine Schampusdusche gerät und immer mehr Personen gen Hotspot wandern.

    Mein drittes Glas Schampus ist auch mein letztes, ich bedarf eines Wassers und lerne an der Bar die noch fast neue serbische Dame Emma kennen, welche mir bereits am Tage ins Auge gefallen war.
    Sie trägt eine interessante Nerdbrille, lange, leicht gelockte blonde Haare und ein reizendes Kleid, eher der Typ „Anwältin“, welche des Abends aus ihrem tristen von Paragraphen geprägten Alltag im Büro einmal ausbrechen möchte und sich der aufregenden Sonnenseite des Lebens hingibt.

    Sie ist grundlegend sympathisch, ich komme nicht umhin, sie nach oben zu bitten, was sie mir auch nach einem kurzen Dialog gestattet.
    Mein Bademantel „duftet“ nach Schampus, ich entschuldige mich und nehme eine Dusche im Obergeschoss, während Emma bereits das Lager bezieht.
    Weil ich sie nicht warten lassen möchte, beeile ich mich und renne beinahe gen Herren – WC, als mir einfällt, dass ich unsere Zimmernummer nicht behalten habe.

    Was für ein blutiger Anfängerfehler!
    Wäre es ein Zimmer, welches mir seit Jahren vertraut ist, oder architektonisch günstig und nicht verwechselbar daher kommt, so ließe sich diese Scharte auswetzen, aber, in diesem Falle, war es entlang des langen Gangs und ich hatte final die Wahl zwischen zwei Räumen.

    Ich brause mich ab, fühle mich frisch und verlasse die Nasszelle, als Emma bereits in der Tür steht und mir zulächelt.
    Danke ihr Götter!
    Manche „Probleme“ lösen sich von selbst, ohne das es das Zutun eines Irdischen bedurfte.

    Sie ist witzig, wir teilen eine gewisse Form des Humors und haben eine sehr angenehme und schöne Zeit.
    Auch in erotischer Darbietung möchte ich mich eines Kompliments und Zuspruchs nicht verwehren, es kommt zu einem gewissen Flow, ohne das man, wie bei der Zusammenstellung seines neuen Mercedes im Autohaus seines Vertrauens sitzend, jedwedes Detail haarklein absprechen muss.
    Man möge mich bitte nicht falsch verstehen, selbstredend ist es immer von Vorteil, gewisse Dienstleistungen mit der Lady seines Wunsches abzugleichen, auch, ob der gewünschte Service überhaupt auf Gegenliebe seitens der Grazie stößt.

    Im Love - Room aber, so schätze ich es sehr, wenn eine gewisse Eigeninitiative die Oberhand gewinnt und nicht jeder Schritt durch verbale Äußerung vorher abgesprochen oder erfragt wird.
    Emma macht es einem leicht, sie zu „mögen“, sie ist offen und freundlich.
    Als wir dem Love – Room den Rücken kehren, möchte sie nach links abbiegen, ich touchiere ihre Schulter und deute in Richtung Treppenhaus, sie lacht und stellt fest, dass ich mich wohl doch hier ganz gut auskenne.
    Ich bestätige nickend, „gestehe“ aber meinen Fauxpas, dass ich bei meiner „Flucht“ am Anfang sehr dankbar über ihren netten Empfang war.
    Am Wertschließfach entlohne ich die Lady für ihren Bemühungen und flaniere gen Dusche, wo einige Herren ein Lied angestimmt hatten, welches mir selbst aber unbekannt anmutete.

    Sie mustern mich und warten wohl auf meinen Einsatz, ich muss sie enttäuschen, ich vermag nicht einmal die Sprache zu identifizieren, werde aber „gezwungen“, wenigstens „La Di La Da“ zu „singen.“
    Wir klatschen ab, eine tolle Atmosphäre, war es doch auch schon so, dass der Alkohol nicht zwingend jedem gut zu Gesicht stand und manche ihre Grenzen nicht mehr kannten.

    Die Dame von der Reinigung, die mit bunt – blinkendem Hut ihrem Tagwerk nachging, ist bester Laune, sie schmeißt mir aus der Dusche kommend ein Handtuch entgegen, ich fange es auf, es folgt ein Zweites, ein Drittes, ehe ich mir wünschte, ich wäre eine Krake mit einer Vielzahl an Armen.
    Sie lacht amüsiert, ich gebe ein Textil weiter, an einen Herren, der von von seinem Erlebnis mit der DomRep – Dame Elisabeth schwärmt und es kaum abwarten kann, erneut in die Lounge zu stiefeln.

    „Deine Uhr!“ - rufe ich ihm nach, welche er auf der Holzbank vergessen hatte.

    Ihm nacheilend, flaniert eine wunderschöne Dame durch den Herrensektor, schnappt sich ein Handtuch und lächelt mir entgegen ...


    Fortsetzung folgt ...
     
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  9. Der Pharao

    Der Pharao Volkstribun

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    Leider umschlingt sie ein weiteres Textil, sie versetzt scharf nach links und nimmt die Treppen gen obere Etage.
    Mit etwas Glück, so denke ich mir, wird sie sich fertig machen und anschließend nach unten zurückkehren, eine Hoffnung, welche sich nicht erfüllen sollte.

    „Hallo Pharao.“ - reißt es mich aus meinen Gedanken, ich widme mich der Stimme und entdecke den Clubfreund Björn, den ich gefühlt das letzte Mal gesehen habe, als wir noch oben auf der Dachterrasse unseren Sonnenbädern frönten und der heutige Außenbereich mit Pool und anderen Vorzügen faktisch nicht existent daher kam.
    „Bist du es wirklich?“ - äußere ich fragend, meinen eigenen Augen kaum trauen könnend.
    „Guten Abend.“ - erschallt es von der anderen Seite, ich wende mein Haupt nach rechts und entdecke Jürgen, mit welchem ich zuletzt gesprochen hatte, als ich noch in gegipstem Arm nach meiner Radiusköpfchenfraktur im Artemis weilte.
    „Guten Abend.“ - erwidere ich freudig und reiche auch ihm meine Hand - „Heute hat sich hier ja wirklich die Creme de lá Creme eingefunden.“ - schmunzelnd.
    „Oh, Johanna ist auch da.“ - entgegnet er und tritt einen Schritt zur Seite, um den kleinen Wirbelwind vorbeizulassen.
    „Sie heißt I-OOO-AAAAANA!“ - ich muss lachen, hatten wir doch ein ähnliches „Sprachtraining“ bereits im Oktober 2020, wo der Name unserer liebenswerten Rezeptionistin einfach nicht korrekt über seine Lippen kam.
    „Tschoana?“ - verbessert er sich bemüht.
    I – O – A … vergiss es, am besten, du sprichst sie überhaupt nicht mit Namen an.“ - ulke ich und klopfe ihm kameradschaftlich auf die Schulter.

    In der Lounge wird inzwischen leckeres Eis verteilt, eine freundliche Lady von der Bar läuft mit dem Tablett von Tisch zu Tisch, ich lehne dankend ab, habe ich doch bezüglich der Kalorien schon mehr als genug gesündigt.

    Bei „unserer“ Couch steht ein weiterer mir vertrauter Gast und hat sich noch immer nicht beruhigt, dass der Club den Damen des Hauses ein kleines „Geschenk“ offerierte, indem zwei männliche Tänzer für die Ladys vor einigen Minuten einen Tanz vollführten.
    „Das geht doch nicht.“ - schüttelt er den Kopf und „argumentiert“ damit, dass dies doch „unser“ Hoheitsgebiet wäre und ausschließlich optische Freuden zu „unserem“ Wohle gedeihen dürften.
    Ich sehe das gänzlich locker, sollen doch alle ihren Spaß haben und gemeinsam feiern.

    Eine Ecke weiter, wird über die Vor – und Nachteile einer Stammdame debattiert, teils eheähnliche „Sorgen“, welche vermehrt geäußert werden.
    Einige Grazien haben inzwischen ihre Outfits gewechselt, die Musik ist super und es fällt „schwer“, auf dem Sofa sitzen zu bleiben.

    Manche Zeiten erinnern entfernt an einen zerbrochenen Spiegel.
    Man verletzt sich allein beim Versuch, die Scherben zusammen zu kehren.
    Wir Gäste neigen oft dazu, vergangenen Tagen hinterher zu trauern, wo vermeintlich alles besser war und schwelgen in Erinnerungen längst untergegangener Epochen.
    Ein Atlantis, überflutet, Neptun geweiht - und dem Fortschritt der heutigen Zeit zum Opfer gefallen.

    Eine Dame kommt zu mir, artikuliert eine Frage, ich antworte ihr und blicke in entsetzte Augen.
    Mitunter bin ich genetisch leider so gepolt, dass ich in den richtigen Momenten das Falsche sage.
    Oder in den falschen Momenten das Richtige?
    Was ist wohl besser?

    „Man kann doch nicht negativ denken und dann positiv erwarten.“ - schmunzele ich ihr entgegen. - „Verstehst du, was ich meine?“
    „Nein. Nicht so richtig.“ - kontert sie und hält mir ihr Schampusglas entgegen.
    „Moment.“ - reagiere ich, drehe mich nach links und ziehe die Flasche aus dem Eiskübel - „Voll?“ - frage ich, verbessere mich dann aber selbst - „Entschuldige, dass ich überhaupt gefragt habe.“
    „Du trinkst nichts?“
    „Ich hab schon.“
    „Besser wäre es, du würdest auch trinken.“ - ihr Lächeln ist ansteckend.
    „Vielleicht. Generell ändert es aber nichts. Das verzögert die kommende Flut nur mit Sandkörnern. Wir alle schlagen Schlachten, von denen niemand weiß. Warum sollte es „hier“ anders ein. Ein Platz ist so gut wie der andere. Was ist?“ - stoppe ich amüsiert.
    „Wie kannst du um so eine Zeit noch so etwas Kluges sagen?“ - lacht sie und schüttelt den Kopf.
    „Ich weiß auch nicht.“ - antworte ich ihr - „Vielleicht sollten wir das nächste Mal eine Lesbenshow planen.“
    „Bitte?“
    „Der verzweifelte Versuch ein anderes Thema einzuschlagen.“ - nicke ich ihr entgegen.
    „Du und ich?“ - lacht sie.
    Nein. Wie du dich vielleicht erinnern kannst, bin ich keine Frau. Eher du und … ja, gute Frage. Ich bin für Vorschläge offen. Ich schlage vor, wir besprechen dass, wenn wir beide wieder vollkommen nüchtern sind.“
    „Ja. Besser ist das.“ - lächelt sie.
    „Moment.“ - ich sammele einige Scheine aus der Konfetti – Kanone - „Ich hoffe, dass wird als Anzahlung anerkannt.“

    Einen Augenblick später …

    „Wo ist Petronius?“ - frage ich in die Runde.
    „Mit Conny weg.“ - erklingt die Antwort.
    „Und Cicero?“
    „Mit Hellen weg.“
    „Mit der kolumbianischen Dame?“ - mischt sich ein anderer Clubbruder ein.
    „Nein. Diese heißt Helén und ist glaube ich gar nicht da. Hellen müsste eine rumänische Dame sein, dunkelhaarig.“ - versetze ich und nehme auf der Sofalehne Platz.
    „Ja, sie war dunkelhaarig.“ - bestätigt mir der Kollege.
    „Ich denke, er wartet auf Nana?“ - wundere ich mich irritiert.
    „Anscheinend nicht.“
    „Da therapiert man wie ein von der AOK gesponserter Goldhamster und fünf Minuten später: Zack, alles vergessen. Sie wartet an der Bar. Das macht man nicht, ein Date ausmachen und dann mit einer anderen gehen.“
    „Dann würde ich mich „opfern“.“ - grient Clubbruder Nummer 5, sich der Tatsache bewusst, dass in unserer Gruppe eine Menge „Nana – Fans“ ihr Unwesen treiben.

    Zurecht, Nana ist, wie ich auch selbst schon erleben durfte, ein wahrer Gewinn für das Artemis, in jedweder Hinsicht.

    Die moldawische Dame Sonia winkt mir, ihre Figur ist atemberaubend, auch generell erinnert sie mich ein wenig an jemanden, den ich jetzt gerne hier hätte.
    Selbstverständlich grüße ich freundlich zurück, zwei Sekunden später wird sie von einem Gesellen angesprochen, der bei „Game of Thrones“ die Nachtwache anführen könnte.
    Ein wunderbarer Cocktail menschlicher Emotionen, ein Stelldichein von Charakteren und Persönlichkeiten, welche geballt auf wenigen Quadratmetern zusammenprallen.

    Auch die österreichische Grazie Mandy rückt in meine Nähe, nur wenig davon entfernt Aksana, ich entdecke Sila, die ihr weißes Prinzessinnen – Kleid gegen eine dunklere Robe getauscht hat.
    Für wahr, mit diesem Traum in Weiß hätte sie bei „Cinderella“ die Hauptrolle bekommen, ich glaube, Madlein, war vor ihr aus Scherz auf die Knie gegangen, um einen Heiratsantrag feilzubieten.

    Die Zeit rinnt dahin, es wird immer später und in mir reift der Gedanke, doch ein Hotel aufzusuchen, um die beschwerliche Heimreise von über 200 Kilometern nicht mehr antreten zu müssen.
    Die Kollegen sind sich einig, auch sie teilen diese Ansicht, hinzukommend, dass man am Folgetag das Artemis erneut aufsuchen könne, da es inzwischen schwierig anmutet, eine feiernde Damenschar mit einer Anfrage nach „Erotik“ zu „stören“.

    Es wärmt einem das Herz, die ausgelassen tanzenden und trinkenden Damen zu beobachten, die mitsingen und von einem Bein auf das andere hüpfen.
    Die nette Rezeptionistin, die sich schon gefühlt 4mal von mir verabschiedet hatte, ist wieder mitten unter den Tanzenden, sie lacht, als sie meiner Gewahr wird und ruft, dass sie ihr Möglichstes versucht habe.

    Ich treffe Thomas, den Masseur, der sich eines breiten Grinsens nicht erwehren kann, Nadine, die mit dem Geschäftsführer Florian und einigen anderen Würdeträgern bei einem Gläschen beisammen steht und die Stimmung auf sich wirken lässt.

    Es ist gegen 3. 45 Uhr, als wir beschließen, den heutigen Tag fürs Erste zu beenden.
    Ich fand ihn großartig, in jedweder Hinsicht, eine tolle Stimmung, sehr leckeres Essen, eine Vielzahl wunderschöner Damen, die auch einmal verdient haben „unter Ihresgleichen“ zu feiern, viele vertraute Kollegen, welche man begrüßen und mit denen man sich austauschen konnte.


    Check – Out …

    Die Entscheidung ist gefallen, wir checken bei Anja aus und stehen wenig später auf dem Parkplatz des Artemis in der erfrischenden Berliner Nachtluft.
    Das Parkareal ist bis auf ganz wenige Ausnahmen vollkommen ausgelastet, Taxis stehen quer zwischen den Reihen und selbst um diese Zeit drängen noch neue Gäste durch die Pforten der Jagdgöttin.

    Wir besteigen ein Mietfahrzeug und lassen uns zu unserem erwählten Hotel kutschieren, welches am Messedamm liegt und wo wir keine Reservierung vorgenommen hatten.
    Im Treppenhaus des Clubs, hatten wir entschieden, den Folgetag noch in der Hauptstadt zu verbringen und folglich unserem 2. Wohnzimmer einen erneuten Besuch abzustatten.
    Es wäre die blanke Qual gewesen, 4 Uhr, berauscht der Eindrücke und mit müden Knochen im Leibe noch die über zwei Stunden andauernden Heimfahrten anzutreten, sodass final der Entschluss pro Nächtigung doch zügig gefallen war.

    Messedamm … gegen 4. 10 Uhr ...

    Der Taxifahrer, welcher aufgrund der doch für seine Verhältnisse recht kurz bemessenen Strecke nicht die beste Laune aufwies, entlässt uns vor dem Tore des Hotelkomplexes und wir flanieren durch den kleinen Gang, wo ein kurzer Schreckmoment durch alle Glieder fährt, da die Tür geschlossen und auch wenig beleuchtet anmutet.

    Die Nachtklingel betätigend, erwacht das Innere zum Leben und ein freundlicher Mitarbeiter weist uns an die Rezeption, wo wir unser Begehr verlautbaren.
    Drei Einzelzimmer sind nicht mehr zu beziehen, lediglich ein Doppelraum und eine einzelne Räumlichkeit, sodass der eine Kollege sein privates Reich für sich hat und ich mit verbliebenen vertrauten Clubbruder mein Nachtlager teile.

    Die Preise sind angemessen, beinahe billig, wobei uns für unsere Zwecke ein Hort wie dieser vollkommen ausreichen.
    In der vierten Etage angekommen, suche ich das Legionärszelt 406, ziehe die Karte durch das Türschloss und betrete eine ehrliche und saubere Unterkunft.
    Wir verabschieden uns, wünschen uns eine gute Nachtruhe und verabreden uns für gegen 10 Uhr am Folgetag auf dem Gang, während mein Begleiter an mir vorbei zieht und wie eine Mumie aufs Bett fällt.

    Nach einer erfrischenden Dusche sinke auch ich darnieder und versuche, in den Schlaf zu kommen, während nebenan der Kollege nur schwerlich Luft kriegt.
    Die Betten sind weich, für meiner Verhältnisse leider zu weich und die Nacht doch insgesamt eher kurz und wenig erholsam.

    Es ist gegen 8 Uhr, als ich meinen Dämmerschlaf für beendet erkläre, die Morgentoilette antrete, dusche und einen Spaziergang auf dem Messedamm unternehme.
    Die Damen und Herren des Hotels sind sehr zuvorkommend, offerieren mir ein Frühstück, welches ich doch höflich ablehne.
    Am PC – Terminal checke ich meine Emails, unter anderem von BMW, welche mir leider keinen Ersatzwagen anbieten konnten.
    Es bleibt also nichts anderes übrig, auch die Heimreise mit leuchtendem Motorkontrolllicht anzutreten, ein Gefühl, welches nicht zwingend Behaglichkeit in einem auslöst.

    Gegen 10 Uhr, Samstag …

    Sonnabend!

    Der eigentliche Clubtag, der sich diesmal zumindest für mich vollkommen entfremdet anfühlt.
    Es kommt mir eher vor, als befände ich mich in den morgendlichen Fängen eines scheuen Dienstages, die Hauptstadt, welche längst zum Leben erwacht ist, ermutigt uns mit einem klaren Himmel.

    Wir verlassen unsere Zimmer, checken aus und laufen ein Stück Richtung Westen gen großem Busbahnhof, an einen guten Clubbruder denkend, welcher dort stetig sein Transferzentrum aufschlägt, halten Ausschau nach einem Taxi, welches uns wieder in das Einzugsgebiet des FKK Artemis befördert.
    Direkt davor, an der Straße, betreten wir eine saubere C – Klasse, der „Chauffeur“ ist freundlich und löchert uns nach unserem Aufenthalt in der Hauptstadt.
    Wenige Minuten später, entsteigen wir der Kutsche und widmen uns noch einem kleinen Spaziergang, ehe der Zeiger 11 Uhr anzeigt und wir neuerlichen Mutes den Ort der Sünde betreten …


    Check – Inn Nummer II, Samstag, 02 | 10 | 2021 …

    Die liebenswerte Rezeptionistin, welche am Folgetag noch heftig getanzt hatte, ist wieder anwesend, auch sie staunt nicht schlecht, als sie unserer Gewahr wird.

    „Ja, wir haben es nicht sonderlich weit geschafft.“ - lasse ich verlautbaren, woraufhin sie lächelt und mir einen mausgrauen Bademantel aushändigt.

    Alles ist ruhig, beinahe möchte man meinen, dass der Club in einer Art Dornröschenschlaf nach dem gestrigen Gelage dämmert.
    Keine Dame klackert über die Fliesen, das sonst allumfassende Stimmengewirr der Grazien ist wie ausgestorben.
    Es kommt einem vor, als würde man eine ausgestorbene Ruine betreten, eilig verlassen, der Nachwelt preisgegeben.

    Ein weiterer Kollege checkt ein, ich kenne ihn vom Sehen, er mustert mich akribisch und fragt mich aus Spaß, ob ich etwa schon gestern hier war.
    Auch treffe ich auf Nadine, welche sich eines ehrlich gemeinten und charmanten Kompliments nicht erwehren kann.

    „Du siehst völlig fertig aus.“ - meint sie und streift meinen Arm.

    „Danke, sehr lieb von dir Nadine.“

    „Du weißt, wie ich es meine.“ - lächelt sie unter der Maske.

    „Ja.“ - bestätige ich kurz angebunden. - „So, wie du es sagst. Statt mich moralisch aufzubauen, mich mit Zuspruch zu überhäufen und zu ersticken, ...“

    Wir kleiden uns ums und werfen einen ersten Blick in die Lounge, welche noch äußert ruhig daherkommt.
    Generell, so möchte ich vorweg nehmen, ist dies bis gegen 19 Uhr wirklich ungewöhnlich still, seitens der Ladys, aber auch die Gäste betreffend, welche wahrscheinlich in großen Teilen auch noch das gestrige Abenteuer verdauen.

    Ich erblicke ein paar Damen, welche am Partytag gefehlt haben und somit heute wie der blühende Morgen anmuten.

    Wir stärken uns, nehmen ein leichtes Frühstück ein und harren der Dinge, welche später noch folgen sollten.

    Die kulinarische Meile, wo vor einigen Stunden noch ein Ochse seine „Runden drehte“, ist komplett abgebaut, auch die Luftballons verschwunden, nichts erinnert mehr an das, was noch vor Kurzem über die Feiernden hereinbrach.

    Es ist still, teils gespenstisch still, im Kontaktraum könnte man eine Stecknadel fallen hören, einige Damengruppen lümmeln auf den Sofas, verhalten, ruhig.

    Ein Gang in die Panoramasauna ist unausweichlich, ich habe Mühe, unter der wohligen Hitze nicht in die Arme von Gevatter Morpheus abzudriften, wir haben die Schwitzstube für uns, den gesamten Außenbereich, kein weiterer Gast, welcher einem Wellnessritual huldigen möchte.

    Das Wetter ist super, die Sonne scheint auf die glänzende Wasseroberfläche, wenngleich es insgesamt doch ziemlich kühl ist.
    Ohne Bewegung, in den hiesigen Fluten, fühlt es sich an, als würde nur wenige Meter entfernt die Titanic bei Geigenspiel ihren letzten Stunden entgegen fiebern.
    Wir frönen einer sportlichen Partie Wasserball, toben durch das Becken wie die Seehunde, welche im Loro Parque gerade einer Showfütterung beiwohnen.
    Im Whirlpool, ein wenig entfernt, bettet sich ein älterer Genosse ins warme Becken, ohne Regung, beinahe so, als würde er seiner letzter Ölung oder einer spirituellen Reise entgegen treten.

    Durch den Wellnessbereich schreitend, klopft es von innen gegen die Saunascheibe, es ist Kenan, welcher mir entgegen winkt und einer ordentlichen Saunarunde beiwohnt.
    An der Bar angekommen, befülle ich meinen Flüssigkeitshaushalt mit einem kräfte – spendenden Espresso, ein O – Saft folgt und ich flaniere in die Clublounge, wo der Clubbruder Position auf einem der Sofas bezogen hat.

    „Wahnsinn. SO still habe ich das hier noch nie erlebt.“ - äußert er ruhig und dreht sein Haupt in meine Richtung.
    „Ja, gespenstisch.“ - nicke ich ihm entgegen. - „Wie bei TLC, wo irgendwelche Leute durch verlassene Spukstätten laufen. Wenn wir ...“ - möchte ich einen neuen Gedanken fassen, als wir seitens einer Lady besucht werden, welche direkt neben uns auf dem Hocker Platz nimmt und mit welcher ich ein paar Minuten später zum ersten Mal das Lager am frühen Nachmittag teilen sollte ...



    Fortsetzung folgt ...
     
    Zuletzt bearbeitet: 7. Oktober 2021
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  10. Der Pharao

    Der Pharao Volkstribun

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    Alissa, die frühere Avia, lässt sich bei meinem Kollegen nieder, welcher ihr anscheinend bekannt ist.
    Ich nahm an, dass sich beide in erotischer Hinsicht noch nie zuvor getroffen hatten, irre aber diesbezüglich gewaltig.
    Wir analysieren mit ihr den gestrigen Partytag und üben uns im Small – Talk über das heutige doch recht ruhige Geschehen.
    Da mein Clubbruder des Abends ein anderes Ziel verfolgt, welches er sich planungstechnisch auf die Fahne geschrieben hatte, verneint er galant die äußerst charmante Anfrage und ich bringe mich verbal ins Spiel.

    „Also ich muss schon sagen, ...“ - eröffne ich dezent in Richtung Alissa - „ … SO nette Angebote bekomme ich von dir so überhaupt nicht.“ - schmunzelnd. - „Ein Glück, dass ich nicht nachtragend bin.“

    Sie weitet die Augen und reagiert prompt.

    „Doch, natürlich … aber, ...“ - versetzt sie freundlich - „Normalerweise hast du doch auch eher nachts deine Ziele und dein Beuteschema.“ - womit sie selbstredend absolut recht hat.
    „Ja, aber … wenn du möchtest, so würde ich gern auf deine nette Offerte zurück greifen.“ - kontere ich, sie nickt bestätigend und wir wandern gen Bar.

    Bei Nadine, welche gerade an einem Kaltgetränk nippt, bitte ich um ein Wasser und folge Alissa nach oben.
    Wie voraus genommen, so sollte dies mein erster intimer Kontakt mit einer Lady werden, welche mir schon länger bekannt ist, mit welcher ich aber in dieser Intensität noch nie vorher gesprochen hatte.

    Im Zimmer angekommen, ergibt sich eine interessante Kommunikation und wir beschnuppern uns ein wenig. Bei einer guten Massage, dankenswerter Weise von ihr feilgeboten, frönen wir einem netten Gespräch, ehe der erotische Teil im fließenden Übergang frohlocken sollte.
    Wie immer, so enthalte ich mich näherer Details, kehre dem Love – Room sehr zufrieden den Rücken und entlohne die Dame am Wertschließfach mit einem angemessenen Salär.

    Zum Abendessen werden Spaghetti gereicht, mit Meeresgetier verziert, es mundet vorzüglich, auch eine türkische Variation von Gulasch findet den Weg auf meinen Teller.

    Noch immer ist es in der Lounge recht ruhig, wenngleich sich zum Nachmittag die Reihen doch merklich gefüllt haben.
    Mein Begleiter wird bei Jordan vorstellig, sie entschwinden gen oberes Stockwerk, während mein Clubfreund Nummer 2 die Augen nach der rumänischen Lady Melanie offen hält.
    Es dauert ein wenig, ehe er sich entschließt, bei ihr vorzusprechen, nach einer Ehrenrunde um die Bar stoppt er in ihrer Nähe und wenig später trollen sich die beiden in Richtung aus der Lounge und folgen den Treppenstufen in die Gefilde der Venus.

    Ich verbleibe zurück, auf der Empore – und sondiere das Geschehen mit müden Knochen bei einer eisgekühlten Spezi.

    Da!

    Ist sie das?

    Die Dame vom Vortag, welche nur in ein Handtuch gewickelt in der oberen Etage entschwand und seitdem nicht mehr von mir gesichtet wurde.
    Es ist mitunter schwierig, eine Lady wiederzuerkennen, wenn diese komplett gestylt, geschminkt und mit fertiger Frisur im Kontaktraum erscheint, zudem mit Maske, welche die Gesichtszüge doch in erheblicher Manier einschränkt.

    Auch wenn sie es nicht ist, so finde ich doch an ihr Gefallen, sie blickt ebenfalls zu mir, winkt, erhebt sich – und verlässt die Lounge.
    „Super.“ - denke ich mir insgeheim, … einen freundlicheren Korb habe ich selten erhalten.
    Auf dem Sofa neben mir, hat sich ein Kollege in die Fänge eines unruhigen Schlafes begeben, vermutlich war auch er zum gestrigen Event zugegen und hatte mit den Nachwirkungen von Schlafentzug und körperlichen Folgeerscheinungen zu kämpfen.

    Wie ein Luchs in den Blue Ridge Mountains, beobachte ich die Einflugschneise, in der Hoffnung, die dunkelhaarige Schönheit noch ein weiteres Mal zu erblicken.
    Gerade, als ich mir ein neuerliches Getränk „gönnen“ möchte, flaniert sie in katzenhafter Gewandtheit hinein, stoppt am ersten Sofa, bei Raissa und nimmt neben der Angesprochenen Platz.

    Beide unterhalten sich angeregt, ich schlussfolgere dakische Wurzeln, eventuell auch Moldawien, was sich letztendlich auch als richtig erweisen sollte.
    Nach ein paar Minuten intensiven Austauschs, erhebt sie sich wieder, sucht erneut meinen Blickkontakt und deutet ein gemeinsames Zimmer an.

    Nun, auch wenn ich sonst eher pflege, mit den Damen vorab wenigstens ein oder zwei Worte zu wechseln, mich wenigstens der Höflichkeit geschuldet persönlich vorzustellen, entsagen mir hier alle „Moralvorstellungen“ und ich nicke ihr zustimmend entgegen.

    Es handelt sich um Tanya, wie gemutmaßt aus moldawischem Gebiet, wir kommunizieren auf Englisch, sie sieht wunderschön aus.
    Ja, sie begeistert mich durchaus, ist freundlich und smart – und ich erwische mich bei dem Gedanken, dass dies auch die Gelegenheit gewesen wäre, sogleich Raissa mit ins Boot zu holen.
    Ich hatte es schon einmal angesprochen, es ist einem unangenehm, zumindest mir, eine Dame nach einem Zimmer zu fragen, welche man wirklich schon einige Jahre gemeinsamen Aufenthaltes aus dem Club kennt.
    Ich folge dann einem Gedankenspiel, dass die Lady sich sogar eher beleidigt fühlen könnte, in der Art, dass einem aber wirklich früh einfällt, auf sie zuzukommen und somit die nett gemeinte Anfrage doch eher ins Saure verkehrt.
    Vielleicht denke ich falsch, vielleicht denke ich auch einfach zu viel, eine „Schwäche“, die einem in einem Ort wie diesen nicht immer von grenzenloser Hilfe anmutet.

    Sei es drum, ich verwerfe die „Idee“ und aale mich in der Gesellschaft dieser zauberhaften Gespielin.
    Im Love – Room selbst, ergibt sich eine erotisch – irdische Session, welche mich zutiefst erfreut und welche auch durchaus schweißtreibender Natur ist.
    Nach fast genau einer halben Stunde, die Zeit scheint wie im Fluge vergangen, verlassen wir das Zimmer, welches ich schon oft mit meiner Anwesenheit „beehren“ durfte.
    Ich bedanke mich vielmals bei Tanya, die mich wiederholt gefragt hatte, ob alles zu meiner Zufriedenheit verlaufen wäre.

    JA! - möchte ich herausschreien, es war grandios.

    Von der Dusche kommend, signalisiert der erste Clubbruder seinen Aufbruch, er ist angeschlagen und auch ihm stecken beinahe 2 Tage Abenteuer in den Gliedern.
    Da auch mich eine beruflich anstrengende Woche erwartet, tue ich es ihm gleich, verabschiede mich noch von unserem zweiten Kollegen, welcher gleichfalls nach dem Ausleeren seiner Spezi abreisen möchte.

    Es ist gegen 22. 30 Uhr – und ich bin nicht sicher, ob es überhaupt „erlaubt“ ist, um diese frühe Stunde auszuchecken.
    Noch nie bin ich zu dieser Uhrzeit in der Umkleide gewesen, in klamotten – wechselnder Mission, der Heimfahrt dienend.
    Mitunter siegt aber doch der Verstand über den Reiz, zumal ich mir immer noch Sorgen um meinen BMW mache, dessen Fehlerkontrollleuchte mir eventuell noch eine mit Unbill verzierte Rückfahrt angedeihen lassen könnte.

    Wir checken aus, verabschieden uns auf dem Parkplatz und verlassen das Areal des FKK Artemis, welches für uns wieder ein Füllhorn an wunderschönen Erlebnissen feilgeboten hatte.

    Mein Wagen hält mir die Treue, ich rolle ohne Ungemach auf meine Einfahrt, wenngleich bis heute die Ursache des Fehlers nicht gefunden werden konnte.


    Man mag darüber streiten, ob dieser Lifestyle wirklich die Erfüllung all dessen ist, was ein menschliches Wesen in den besten Jahren anstreben könnte.
    Ob er all die Sehnsüchte stillt, die im eigenen Inneren toben, ob er Träumen und Erwartungen gerecht werden kann.
    Es ist unfair, etwas zu „verlangen“, was gar nicht in der Natur der Sache liegt.
    Ein jeder mag mit sich ausmachen, wie lange dieses unseres „Leben“ glücklich macht, ob man damit nur etwas Fehlendes betäubt oder sich in berauschender Manier ablenkt.
    Dieses Eintauchen in eine Parallelwelt ist wie ein Blick ins Paradies, welches es konstant auf Zeit zu verlassen gilt.
    Draußen, im realen Dasein, beschäftigen einen doch die ein oder anderen Gedanken.
    Doch dazu mehr.
    Im noch folgenden angesprochenen persönlichsten Bericht ever.



    Vielen Dank für euer Interesse.



    Viele Grüße an alle

    Euer Pharao

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    Zuletzt bearbeitet: 8. Oktober 2021
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