Bericht Horizonterweiterung: Kein Paradies stell ich mir vor

Dieses Thema im Forum "Der Rest der Welt" wurde erstellt von Elskhuga, 14. November 2021.

  1. Elskhuga

    Elskhuga Präfect

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    Kein Paradies stell ich mir vor
    Paradise Graz

    12:55 Uhr
    Der Weg ins Paradies ist kürzer, als man denkt. Das ist jetzt nicht metaphorisch gemeint, sondern schlicht praktisch gedacht. Weder Tante Guckel noch Onkel Apfel wissen, dass es am Kreisel über der Einfahrt zum Grazer Südgürtel Fußwege gibt. Sucht man im Internetz einen Weg von der Haltestelle Schule Engelsdorf zum Paradise Graz, dann wird man über üble Umwege geschickt und verliert fast die Lust, sich mit Öffis auf dem Weg zu machen.

    Ich aber muss mit Öffis in den Puff, denn ich hab den Heizölturbo daheim gelassen. Deswegen hab ich die Luftbilder studiert und weiß, dann man gemütlich fünf Minuten zu Fuss unterwegs ist - und keine Viertelstunde.
    „Sie sind zum ersten Mal hier?“

    Ja, bin ich. Es sei Gentlemans Day, erfahre ich, man müsse nur 49 Euro Eintritt löhnen statt der kalkulierten 59 Euro - das nimmt Gentleman gern zur Kenntnis. Die Damen würden 60 Euro für die Halbe nehmen, alles andere sei mit den Damen zu vereinbaren. Handtücher möge ich mir gern greifen, wenn ich welche bräuchte, und wenn ich mich denn erst ins Puffdress geworfen hätte, dann bekäme ich als Erstie eine Clubführung.
    „Cassandra! Kommst Du mal!“

    Okay, die Clubführung macht also Cassandra.


    13:10 Uhr

    Eine schlanke, dunkelhaarige Frau mit zum Körper passenden Silikonbrüsten erwartet mich für die angekündigte Führung. Vorbildlich. Handkuss - nein, ich bin kein Gentleman. Ich bekomme einen ersten Eindruck vom Laden, und dieser Eindruck ist nicht so schlecht. Alles da, was man so im Saunaclub erwartet - Frauen auch?
    „Sind vier Frauen im Moment da.“

    Hm. Nicht gerade üppig. Kommen da noch mehr, ganz eventuell?
    „Kommen mehr Frauen später. Wieviel, weiß ich nicht.“

    Am späten Nachmittag wird die im Netz verfügbare und offenbar aktuell gehaltene AWL insgesamt 14 Frauen listen. Insgesamt 14 Frauen, die sich vermutlich königlich gelangweilt haben dürften.
    Na gut. Cassandra verrät mir, dass zu den 60 Euro natürlich noch die Extras dazukämen, für FO seien beispielsweise 20 Euro zu berappen.
    „Und was magst Du so auf Zimmer?“
    „Och… ich bin eigentlich ganz normal.“

    Und ich will in die Sauna. Ich gehe überall und immer zuerst in die Sauna. Vielleicht sehen wir uns ja später? Ja, vielleicht. Ganz eventuell vielleicht.

    13:40 Uhr

    Die Sauna hat hier 82 Grad, das ist nichts im Vergleich zu den 96 Grad vorgestern im Artemis in Berlin. Cassandra hatte ich vorhin verraten, dass ich aus Berlin käme - hat sie mir deshalb von den 20 Euro Aufpreis für FO erzählt?

    Bei 82 Grad sitze ich locker meine Viertelstunde ab. Kalt duschen kann ich in unmittelbarer Nähe - will ich ins Freie, muss ich allerdings nach oben auf die Terrasse. Es gibt an der Wand gegenüber der Sauna sogar einen Pfeil, der zur Terrasse weist - nur ist die Terrasse eben nicht nebenan, sondern man muss…

    … erst einmal durch die Bar,
    … dann eine Treppe hinauf,
    … im Anschluss einmal halb ums Rondell

    und dann ist man auch schon an der frischen Luft!

    Die Terrasse ist schön und erinnert mich an die Dachterrasse im CP in Innsbruck. Der Pool ist zugedeckt, schade, und die Aussicht in Innsbruck zweifelsfrei sehr viel besser, aber sonst? Alles tiptop und nicht so verludert wie im sagenumwobenen Globe ein paar hundert Kilometer weiter westlich.

    13:45 Uhr

    Am Tresen ordere ich einen Verlängerten. Der Verlängerte ist lecker - fast so lecker wie der Kaffee, der im Harmony gereicht wird - wobei es dort sehr auf den oder die Barista ankommt.
    „Komm doch zu mir!“

    Cassandra! Na gut… ich vertu mir ja nichts, wenn ich mich zu ihr an den Tresen stelle. Wir machen bisschen Smalltalk… nein, eigentlich ist das kein Smalltalk mehr. Corona müsse doch Scheiße für mich gewesen sein, meint Cassandra, und macht eine passende Handbewegung. Oh nein… ich erzähle von Danuta.
    „Dann nimm sie doch zu Dir, wenn Du nicht verheiratet bist!“


    So weit kommt das noch.
    „Oder ich komme zu Dir.“
    „Und was passiert dann?“

    Ich meine diese Frage eher praktisch… so etwa wie: Setzt Du Dich dann bei Feinkost-Albrecht um die Ecke an die Kasse, um auch was zum Haushaltsgeld beizusteuern?
    „Dann machen wir Kinder oder so.“

    Und wenn Du zwei von der Sorte hast, machst du Dich aus dem Staub und freust Dich über monatlichen Zahlungseingang nach Düsseldorfer Tabelle? Nö.
    Spoiler: Nein, sie wird nicht bei mir einziehen. Nein, wir gehen auch nicht auf Zimmer. Auch nicht später.
    „Warum nicht?“
    „Ich will erst mal schauen… dann entscheide ich mich.“


    14:10 Uhr

    Larissa lässt sich bei mir nieder. Schwarzer Netzbody, annehmbare Figur, mächtige Boller vor der Brust. Kein schönes, aber ein extrem interessantes Gesicht mit vermutlich aufgespritzten Lippen. Smalltalk. Sehr angenehmer Smalltalk.
    „Hast Du schon gefrühstückt?“
    „Nein.“

    Ich bin noch vom Frühstück im Hotel hinreichend gesättigt, Danke.
    „Schade. Dann warte ich auf meine Freundin. Ich mag nicht allein frühstücken.“

    Das nenne ich mal Akquise…

    Ich entscheide mich am Ende für Melanie. Die stellt sich irgendwann vor, ins Handtuch gewickelt, doch ich ahne eine schlanke Figur und kleine Brüste. Hoffentlich naturbelassen… Melanie ist schon ganz schön herumgekommen, und ich staune, dass sie auch mal im Erfurter Paradies angeschafft hat.
    „Echt? Du warst mal in Erfurt?“

    Sie staunt ihrerseits, dass ich diesen Laden kenne. Vom Artemis hat sie natürlich auch schon gehört - ich fürchte, je weiter man von Berlin entfernt ist, desto wilder werden die Stories, die man sich darüber erzählt. Egal. In Graz ist sie ein Vierteljahr.
    „In Bayern ist ja alles zu.“

    Richtig. Da wird das Prostitutionsverbot durch die Corona-Hintertür eingeführt. Das katholische Gewissen ist beruhigt, und die Grenzpuffs in Ösiland laufen über.

    [Fortsetzung folgt]
     
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  2. Blondinenschatz

    Blondinenschatz Volkstribun

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    Häh? In Bayern ist alles zu? Hab ich da was verpasst?

    Gruß vom
    Blondinenschatz
     
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  3. Elskhuga

    Elskhuga Präfect

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    Für mich klang das glaubhaft - ich hab das auch nicht nachrecherchiert. Man sehe mir diesen Verstoß gegen die journalistische Sorgfaltspflicht :oops: bitte nach.
    [Fortsetzung]​


    14:25 Uhr

    Irgendein Zimmer oben. Keine Ahnung, welches. Eine kleine Kammer, zweckmäßig eingerichtet. Ein Laken wird über das Bett geworfen, Melanie schlüpft aus dem schwarzen Glitzer-Einteiler, den sie unter dem Handtuch getragen hat. Auch mein Hessendress fällt.
    „Wow! Bist Du nicht alt!“

    Mädchen, ich hab einen Spiegel daheim, dass hab ich Dir doch schon unten gesagt.
    „Hast Du Sixpack!“

    Nun, die Hauptfrau tausend Kilometer weiter nördlich hatte letztens gemeint, ich solle doch bittesehr wieder mehr Sport machen… wem glaube ich mehr: der Hauptfrau, die sowieso weiß, dass ich auf ihrem Haken hänge, oder der Karpatenhexe, die ihren schlanken, tatsächlich naturbelassenen Körper gerade an mich drängt?
    „Bist Du ein Model, was?“

    Okay. Ich entscheide mich, doch besser der Hauptfrau zu vertrauen.
    „Was möchtest Du?“
    „Nichts besonderes. Ficken, blasen. Ohne Gummi.“
    „Du weisst…“

    Ich nicke. Ja, ich weiß: Extra. Schon taucht Melanie ab. Ich murmele noch ein *Nicht-so-schnell-bitte* hinterher, aber das kam wohl zu spät. Der Blowjob ist gut, und mein Schwanz quittiert das sofort. Ich bekomme immer wieder Augenaufschläge am nass gelutschten Lümmel vorbei - Melanie weiß, was Männerherzen höher schlagen und Männerschwänze hart werden lässt.
    „Du sagst, wenn irgendwas nicht passt?“

    Sie hat die Puffstelzen nicht ausgezogen, insofern dürfte sich die Angelegenheit nicht allzu bequem für sie gestalten. Dass sie mich irgendwann aufs Bett bittet, finde ich nur logisch - nun schlüpft endlich auch aus ihren Tretern. Quer zu mir auf dem Laken abgelegt, hab ich die Chance, ihren Körper zu erkunden. Ein wenig. Recht schnell angelt sie nach dem Gummi.
    „Wie möchtest Du gern?“
    „Du auf mir, bitte.“

    Sie nickt, mit der Aktion Fauler Freier hatte sie wohl gerechnet, gummiert, gelt den gummierten Schwanz großzügig und sitzt auf. Weit vornübergebeugt lässt sie ihre Hüften marschieren. Madam ist ausgeruht, Madam legt ordentlich Tempo vor. Aber auch ich bin ausgeruht, ich halte mit. So geht das eine ganze Weile. Zwischendurch richtet sie sich immer wieder mal auf und bewegt sich langsamer. Chance für mich, ihre naturbelassenen Tittchen zu begrabbeln. Ganz straff sind sie nicht mehr, aber das darf ich bei einer Mutter in der Mitte der Dreissiger auch nicht erwarten.
    „Süss. Ich mag Deine Brüste.“
    „Danke.“

    Auch Huren mögen Komplimente. Glaube ich.

    Irgendwann steigt sie ab. Gefragt hat sie nicht.
    „Magst Du von hinten vielleicht?“

    Mag ich. Gern doch. Und mir macht das auch Spaß. Langsam steigen die Säfte… der Ausblick ist aber auch zu nett. Unvermittelt entzieht sie sich mir und macht Anstalten, sich auf den Rücken zu legen.
    „Nein… lass, ich ficke gern im Doggy. Wenn es Dich nicht stört natürlich.“
    „Nein, das ist okay für mich.“

    Wenn das für Dich okay ist, dann ist es für mich okay. Die Erektion hat bisschen gelitten bei unserem Dialog, aber zum Wiedereintritt ist die Latte immer noch geeignet. Und nach dem Wiedereintritt ist schnell wieder alles so, wie es sein sollte.

    Ich ficke mich gemütlich über die Klippe.

    Nach dem Ausstöpseln werde ich mit dem bereitliegenden Feuchttüchern gereinigt, und wir liegen noch ein paar wenige Momente nebeneinander. Ich streichele sie ein bisschen, und mein Oberkörper erhält noch ein paar Küsse.
    Und schon ist die halbe Stunde vorbei.

    Unten gehe ich davon aus, dass sie mit mir in die Umkleide geht - schließlich hat es hier keine Wertfächer. Ich will ihr den Vortritt lassen, doch sie macht eine Handbewegung.
    „Darf ich nicht mitkommen.“

    Andere Länder, andere Sitten. Dann ist das eben so. Nach Übergabe der Scheine - Tip gebe ich nicht - bekomme ich ein Küsschen und ein paar freundliche Worte. So isses recht. Danke, Melanie!


    14:55 Uhr
    Ich verhole mich zur Sauna. Die professionelle Masseuse tritt gerade ihren Dienst an, ich bekomme einen freundlichen Gruß - ohnehin hat hier ausnahmslos jeder und jede vom Personal ein freundliches Wort auf den Lippen.

    Hektische Trippelschritte von Puffstelzen nähern sich. Ich hab die Türe zur Schwitzkammer schon in der Hand und wende meinen Blick. Ein schlankes Wesen in schwarzen Mehr-Netz-als-Strumpfhosen.
    „Warte!“
    „Ich will in die Sauna. Du willst nicht mit rein.“
    „Doch. Eine Minute.“

    Okay, das alte Saunaclubleiden: Madam friert. Als könne sie Gedanken lesen, legt die namenlose Dienstleistern ihre Hand auf meine. Oh ja, Madam friert. Sehr.
    „Komm rein.“

    Ich richte mich ein, Madam bleibt in der Nähe der Tür. Smalltalk. Madam ist nicht auf den Kopf gefallen, Madam gefällt mir. Madam nutzt die Chance, sich auf meine Liste zu schmuggeln.
    „Dann sehen wir uns vielleicht später.“

    Na klar. So viel Betrieb ist hier ja nicht, dass man sich hier verfehlen könnte. Und welchen Namen hat Madam?
    Anni.“

    Na dann: Bis später, Anni.

    Ich sitze auch meine zweite Viertelstunde in aller Ruhe ab, im Anschluss hab ich ein paar Minuten für den Cooldown auf der Terrasse. Und dann hab ich erst einmal Zeit.

    Ich lasse mir einen Verlängerten machen - nur im Harmony oder im Samya bekommt man vergleichbar guten Kaffee. Eine ruhige Ecke ist schnell gefunden. Es ist zwar mehr Betrieb im Laden, aber wirklich belebt ist das Paradise nicht. Es laufen jetzt auch ein paar mehr Frauen herum.


    15:30 Uhr
    Anni sucht und findet mich. Mein Eindruck aus dem Gespräch in der Sauna bestätigt sich: die Frau ist nicht auf den Kopf gefallen. Als ich verrate, dass ich aus Berlin komme - das Nest, in dem mein Gehöft steht, würde hier eh keiner kennen - ist sie hoch interessiert.
    „Artemis… das kennst Du doch?“

    Sagma so: ich war schon mal da. Man hätte dort vor der Seuche gut verdienen können, hätte sie gehört. Wie das denn jetzt so wäre? Ich erzähle ein paar Döntjes, und sie rechnet das fix für sich durch.
    „Da muss ich ja… bis ich erstmal auf Null bin. Nein, das lohnt nicht.“

    Wie gesagt: Nicht auf den Kopf gefallen.

    Wir verabreden uns lose für später. Anni akzeptiert klaglos, dass ich im Moment nicht schon wieder auf Zimmer mag.

    Die Minuten kriechen auf der Uhr, es ist fad. Es gibt nichts zu sehen, es ist nichts los. Ich pendele zwischen Terrasse und Bar, um wenigstens etwas Abwechslung zu haben.

    Ich werfe einen Blick ins Pornokino. Dort kuscheln zwei Nackedeis miteinander. Okay, da will ich nicht stören - zumal sich die beiden die oberste Reihe als Lagerstatt ausgesucht haben.

    Auf der Terrasse halten zwei adipöse Kollegen unter dem einzigen Heizstrahler Palaver mit einer Dienstleisterin. Schade - der beste Platz hier oben ist erstmal blockiert.

    Auf dem Rückweg muss ich wieder am Kino vorbei: Jetzt ist der Zutritt mit einer Kordel abgesperrt. Hm… wenn ihr allein bleiben wollt, warum treibt ihr es dann im Kino miteinander?

    Unten gönnt Melanie einem Gast eine längere Social Time, bevor die beiden nach oben verschwinden. Viel Spass!


    17:30 Uhr

    Die Raubtierfütterung beginnt pünktlich 17 Uhr. Ich selbst lasse den ersten Andrang durch. Erster Andrang… Gegen halb sechs schlappe ich ins Restaurant, das ich fast für mich ein allein habe. Fast, weil noch ein anderer Gast wortlos vor sich hin futtert - meinen Gruß erwidert der Muffel schon mal nicht. Umso herzlicher kommt der Gruß vom Koch zurück.
    „Bittschön?“

    Auf einer Tafel ist aufgelistet, was man bestellen kann… Wenn ich schon mal in Österreich, bin soll es ein Wiener Schnitzel werden, bittesehr.

    Und es wird ein Wiener Schnitzel. Kein Schnitzel Wiener Art, sondern ein Wiener Schnitzel. Frisch gemacht, auch die Pommes sind heiß und extra für mich in die Fritteuse gewandert. Das hätte ich nicht erwartet. Saunaclub-Spitzenklasse.

    Ich genieße mein Schnitzel, nehme mir danach noch frische Trauben und ein Schokomousse vom Dessertbuffet und bin es zufrieden. Der Muffel vom Nachbartisch hat aufgefuttert und sich verdrückt, ich habe jetzt die ganze Kantine für mich allein. Als ich gehe, gebe ich dem Koch einfach mal ein Thumbsup.
    „Das Schnitzel war gut, vielen Dank!“

    Der Meister scheint sich ehrlich über das freundliche Wort zu freuen. Hört er vermutlich nicht so oft von seinen Gentleman-Gästen.


    18:00 Uhr
    Ich lasse mir noch einen Verlängerten machen. Einen Stammplatz hab ich auch. Streitig machen tut mir den niemand - weil: es ist niemand da. Okay, ab und an schleicht mal ein Gast durch die Halle, ab und an huscht mal eine Gestalt im Handtuch durch das Halbdunkel.

    Das ist kein Puff, sondern eine Geisterbahn. Einzig die dienstbaren Geister des Hauses sind stetig verfügbar - und die langweilen sich vermutlich genau wie ich. Die Damen huschen beständig durch eine Tür, hinter der ich die Umkleide vermute. Bittesehr…

    Ich lege mich ein paar Minuten in einer ganz besonders dunklen Ecke auf eine Couch, aber es hält mich dort nicht lange. Ein schwer zu beschreibende Nervosität hat mich ergriffen.

    Noch einmal auf dem Stammplatz, vielleicht huscht ja Anni mal durch die bewusste Tür und erbarmt sich meiner?


    19:00 Uhr
    Keine Anni. Keine Hoffnung auf einen akzeptablen zweiten Stich. Mir reicht es. Ich lege den Bademantel ab und schlüpfe ins Zivil. Die Nacht dürfte frisch werden…
    „Hat alles gepasst?“

    Ich bin höflich.
    „Danke, alles gut.“

    Tatsächlich ist der Laden perfekt in Schuss, der Kaffee ist Spitze und das Essen ausnehmend gut. Nur an Frauen fehlt es und damit an Gästen und damit an Frauen… erinnert mich irgendwie fatal an den Laden in Eichenzell. Auch dort bin ich im Sommer 2017 vor lauter Langeweile geflohen. Seither war ich nicht mehr dort… und das gleiche Schicksal wird wohl dem Paradise in Graz blühen.


    19:15 Uhr
    Bis zur Haltestelle des 74er Busses hab ich fünf Minuten zu Fuss - passt. Ich werde nicht lange warten müssen in der wirklich kühlen Abendluft. Gut, dass ich den Hoodie übergeworfen habe… so passe ich perfekt zum Publikum von Bus und Bahn um diese Uhrzeit.

    Der Weg ins Paradies war kürzer, als man denkt.

    Kein Paradies stell ich mir vor,

    ein Leben voller Illusion.

    Mein Lied nimmt aus dem Tag das Wort,

    und aus den Stunden seinen Ton.

    Doch nicht immer ist der kürzere Weg der bessere.

    [Ende]​
     
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